Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

03.05.2013

09:42 Uhr

Öl, Gold, Silber

Gold und Silber ziehen weiter an

Während die Rohölpreise leicht im Minus liegen, setzen Edelmetalle ihre Aufwärtsbewegung fort. Sollte allerdings die US-Wirtschaft weitere Zeichen der Verbesserung zeigen, wird dies die Goldnachfrage eher abschwächen.

Gold hat zugelegt, nachdem die EZB den Leitzins gesenkt hatte. Reuters, Sascha Rheker

Gold hat zugelegt, nachdem die EZB den Leitzins gesenkt hatte.

An den Rohstoffmärkten haben die Rohölpreise am Freitagmorgen leicht im Minus gelegen. Damit traten sie nach den Gewinnen am Vortag wieder den Rückzug an. Der Ölpreis der US-Sorte WTI zur Lieferung im Juni notierte zuletzt 0,2 Prozent niedriger mit 93,81 Dollar. Öl der Sorte Brent wurde mit 102,65 Dollar 0,2 Prozent leichter gehandelt. Im asiatischen Handel kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im Juni 102,65 US-Dollar. Das waren 15 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 25 Cent auf 93,74 Dollar. Händler erklärten die leichten Kursverluste mit Gewinnmitnahmen nach dem Kursanstieg am Vortag.

Für neue Impulse könnten am Nachmittag die US- Arbeitsmarktdaten sorgen. Von Bloomberg befragte Volkswirte erwarten einen Zuwachs von 140.000 Stellen im April nach 88.000 im März. Die Arbeitslosenquote dürfte unverändert bei 7,6 Prozent liegen. Zudem wird der ISM-Index für das Nichtverarbeitende Gewerbe veröffentlicht.

Goldnachfrage weltweit (in Tonnen)

2003

Schmuck: 2.484
Barren und Münzen: 304
ETFs: -
Industrie: 386
Zentralbanken: -620
Gesamt: 2.594 Tonnen

2004

Schmuck: 2.616

Barren und Münzen: 355

ETFs: 133

Industrie: 419

Zentralbanken: -479

Gesamt: 3.044

2005

Schmuck: 2.719

Barren und Münzen: 396

ETFs: 208

Industrie: 438

Zentralbanken: -663

Gesamt: 3.098

2006

Schmuck: 2.300

Barren und Münzen: 414

ETFs: 260

Industrie: 468

Zentralbanken: -365

Gesamt: 3.077

2007

Schmuck: 2.423

Barren und Münzen: 435

ETFs: 253

Industrie: 476

Zentralbanken: -484

Gesamt: 3.104

2008

Schmuck: 2.304

Barren und Münzen: 869

ETFs: 321

Industrie: 461

Zentralbanken: -235

Gesamt: 3.720

2009

Schmuck: 1.814

Barren und Münzen: 780

ETFs: 623

Industrie: 410

Zentralbanken: -34

Gesamt: 3.593

2010

Schmuck: 2.017

Barren und Münzen: 1.205

ETFs: 382

Industrie: 466

Zentralbanken: 77

Gesamt: 4.147

2011

Schmuck: 1.972

Barren und Münzen: 1.515

ETFs: 185

Industrie: 453

Zentralbanken: 457

Gesamt: 4.582

2012

Schmuck: 1.908

Barren und Münzen: 1.256

ETFs: 279

Industrie: 428

Zentralbanken: 535

Gesamt: 4.405

2013

Schmuck: 2.671

Barren und Münzen: 1.702

ETFs: - 916

Industrie: 354

Zentralbanken: 625

Gesamt: 4.436

2014

Schmuck: 2.457

Barren und Münzen: 1.004

ETFs: - 183

Industrie: 347

Zentralbanken: 588

Gesamt: 4.212

Q1 2015

Schmuck: 601

Barren und Münzen: 253

ETFs: 26

Industrie: 80,4

Zentralbanken: 119

Gesamt: 1.079
Auf das Jahr hochgerechnet: 4.316

„Die Beschäftigungsdaten könnten zeigen, dass der Arbeitsmarkt nicht so schwach ist, wie einige Händler zuvor erwartet hatten”, sagte Ric Spooner, Analyst bei CMC Markets in Sydney.

Edelmetalle setzten dagegen ihre Aufwärtsbewegung fort, die sie nach der Zinssenkung durch die Europäische Zentralbank am Vortag aufgenommen hatten. Die Feinunze Gold notierte mit 1.475,55 Dollar je Unze 0,6 Prozent fester, Silber gewann 0,9 Prozent auf 24,05 Dollar. „Gold hat zugelegt, nachdem die EZB den Leitzins gesenkt hatte”, schrieb Lachlan Shaw, Analyst der Commonwealth Bank of Australia. “Sollte die US-Wirtschaft weitere Zeichen der Verbesserung zeigen, gehen wir davon aus, dass sich Goldnachfrage und Preise weiter abschwächen werden.”

Sechs Fakten über die Rohstoffmärkte

Viel Verbrauch...

Die Weltbevölkerung wächst und wächst. Prognosen gehen davon aus, dass bis zum Jahr 2100 mehr als zehn Milliarden Menschen auf der Erde leben werden.

...und wenig Angebot

Rohstoffe wie Öl und Gold sind nicht endlos, dementsprechend teuer werden sie, wenn das Angebot sich verknappt.

13 Prozent

beträgt aktuell Chinas Anteil an der Weltwirtschaft. Die rohstoffhungrige Volksrepublik ist auf dem besten Wege die größte Handelsnation der Welt zu werden.

40 Prozent

der weltweiten Kupfer-, Zink- und Aluminiumproduktion verbrauchen die Chinesen.

30 Prozent mehr

als vor drei Jahren kosten nach Angaben des Food Price Index der Uno unsere Nahrungsmittel weltweit im Durchschnitt.

465 Prozent Gesamtrendite

konnten Anleger mit Aktien auf Goldminen seit 2002 einfahren.

Am Markt herrscht ein so großer Pessimismus wie seit drei Jahren nicht mehr, nachdem Investoren eine Rekordmenge an Gold aus börsengehandelten Fonds abgestoßen haben. Wie aus einer Bloomberg-Umfrage hervorgeht, erwarten 20 Analysten in der kommenden Woche fallende Kurse und nur neun steigende Notierungen, während vier neutral eingestellt sind.

Kommentare (2)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Micha

03.05.2013, 09:56 Uhr

Gold und Silber gab es als Zahlungs- und Tauschmittel 4.000 Jahre vor dem Euro. Es wird sie auch noch 4.000 Jahre nach dem Euro geben!
Wieviel Währungen hat Deutschland allein in den letzten 100 Jahren gesehen? Wann kommt die nächste?

Torsten

03.05.2013, 11:08 Uhr

Das stimmt. Alleine Deutschland hatte in den letzten 100 Jahren 6 Währungen wenn man die DDR _ Mark mit dazu rechnet.Aber dass Edelmetall wieder auf dem Vormarsch ist, kann man deutlich an den Charts sehen. http://www.silberpreis.de/

Ich denke, dass wir die Einführung der neuen Mark nochmal erleben dürfen. Wie wir ja alle wissen wird diese ja bereits schon wieder gedruckt.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×