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03.05.2013

16:24 Uhr

Öl und Edelmetalle

Ölpreis profitiert von US-Arbeitsmarktzahlen

Die Ölpreise haben sich nach anfänglichen Verlusten am Freitag erholt. Grund dafür waren die positiven US-Arbeitsmarktdaten. Der Goldpreis hingegen musste Einbußen hinnehmen.

Der Preis für Rohöl ist am Freitag gestiegen. dpa

Der Preis für Rohöl ist am Freitag gestiegen.

An den Rohstoffmärkten haben die Rohölpreise am Freitagnachmittag nach anfänglichen Verlusten deutlich im Plus gelegen. Der Ölpreis der US-Sorte WTI zur Lieferung im Juni notierte zuletzt 1,2 Prozent fester mit 95,10 Dollar. Öl der Sorte Brent wurde mit 104,18 Dollar 1,3 Prozent höher gehandelt.

Öl reagierte damit auf die US-Arbeitsmarktdaten für April. Mit 165.000 neu geschaffenen Stellen wurden die Erwartungen der von Bloomberg befragten Volkswirte von 140.000 übertroffen. Auch die Arbeitslosenquote lag mit 7,5% etwas unter der Prognose von 7,6%. “Das sind in der Tat gute Arbeitsmarktdaten,” sagte Michael Poulsen, Analyst bei Global Risk Management in Middelfart.

Goldnachfrage weltweit (in Tonnen)

2003

Schmuck: 2.484
Barren und Münzen: 304
ETFs: -
Industrie: 386
Zentralbanken: -620
Gesamt: 2.594 Tonnen

2004

Schmuck: 2.616

Barren und Münzen: 355

ETFs: 133

Industrie: 419

Zentralbanken: -479

Gesamt: 3.044

2005

Schmuck: 2.719

Barren und Münzen: 396

ETFs: 208

Industrie: 438

Zentralbanken: -663

Gesamt: 3.098

2006

Schmuck: 2.300

Barren und Münzen: 414

ETFs: 260

Industrie: 468

Zentralbanken: -365

Gesamt: 3.077

2007

Schmuck: 2.423

Barren und Münzen: 435

ETFs: 253

Industrie: 476

Zentralbanken: -484

Gesamt: 3.104

2008

Schmuck: 2.304

Barren und Münzen: 869

ETFs: 321

Industrie: 461

Zentralbanken: -235

Gesamt: 3.720

2009

Schmuck: 1.814

Barren und Münzen: 780

ETFs: 623

Industrie: 410

Zentralbanken: -34

Gesamt: 3.593

2010

Schmuck: 2.017

Barren und Münzen: 1.205

ETFs: 382

Industrie: 466

Zentralbanken: 77

Gesamt: 4.147

2011

Schmuck: 1.972

Barren und Münzen: 1.515

ETFs: 185

Industrie: 453

Zentralbanken: 457

Gesamt: 4.582

2012

Schmuck: 1.908

Barren und Münzen: 1.256

ETFs: 279

Industrie: 428

Zentralbanken: 535

Gesamt: 4.405

2013

Schmuck: 2.671

Barren und Münzen: 1.702

ETFs: - 916

Industrie: 354

Zentralbanken: 625

Gesamt: 4.436

2014

Schmuck: 2.457

Barren und Münzen: 1.004

ETFs: - 183

Industrie: 347

Zentralbanken: 588

Gesamt: 4.212

Q1 2015

Schmuck: 601

Barren und Münzen: 253

ETFs: 26

Industrie: 80,4

Zentralbanken: 119

Gesamt: 1.079
Auf das Jahr hochgerechnet: 4.316

Beim Gold kam der Motor dagegen ins Stottern. Die Feinunze Gold notierte mit 1.466,03 Dollar je Unze etwas leichter. Das Edelmetall hatte am Morgen noch deutlich im Plus notiert, nachdem die EZB und die US-Notenbank sich zu einer weiterhin lockeren Geldpolitik bekannt und damit Gold als Inflationsschutz wieder attraktiver gemacht hatten. „Die Daten könnten insgesamt dazu beitragen, jüngste Spekulationen über eine mögliche Ausweitung der Anleihekäufe der Fed wieder zu verdrängen”, schrieb Volkswirtin Viola Julien von der Helaba in einem Kommentar zum US-Arbeitsmarktbericht.

Sechs Fakten über die Rohstoffmärkte

Viel Verbrauch...

Die Weltbevölkerung wächst und wächst. Prognosen gehen davon aus, dass bis zum Jahr 2100 mehr als zehn Milliarden Menschen auf der Erde leben werden.

...und wenig Angebot

Rohstoffe wie Öl und Gold sind nicht endlos, dementsprechend teuer werden sie, wenn das Angebot sich verknappt.

13 Prozent

beträgt aktuell Chinas Anteil an der Weltwirtschaft. Die rohstoffhungrige Volksrepublik ist auf dem besten Wege die größte Handelsnation der Welt zu werden.

40 Prozent

der weltweiten Kupfer-, Zink- und Aluminiumproduktion verbrauchen die Chinesen.

30 Prozent mehr

als vor drei Jahren kosten nach Angaben des Food Price Index der Uno unsere Nahrungsmittel weltweit im Durchschnitt.

465 Prozent Gesamtrendite

konnten Anleger mit Aktien auf Goldminen seit 2002 einfahren.

Am Markt herrscht ein so großer Pessimismus wie seit drei Jahren nicht mehr, nachdem Investoren eine Rekordmenge an Gold aus börsengehandelten Fonds abgestoßen haben. Wie aus einer Bloomberg-Umfrage hervorgeht, erwarten 20 Analysten für Gold in der kommenden Woche fallende Kurse und nur neun steigende Notierungen, während vier neutral eingestellt sind.

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