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10.06.2016

12:01 Uhr

Ölmarkt am Freitag

WTI rutscht unter 50-Dollar-Marke

Die beiden bestimmenden Sorten geben am Freitag anderthalb Prozent nach. Doch Experten entwarnen: Nach dem Aufwärtstrend der vergangenen Wochen handelt es sich um Gewinnmitnahmen. Der Ausblick bleibe positiv.

Die Depots sind voll. dpa

Öl-Fässer

Die Depots sind voll.

Die Ölpreise haben am Freitag an ihre Verluste vom Vortag angeknüpft. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung am 30.Juni kostete mit 51,16 Dollar 1,5 Prozent weniger. Das waren 79 Cent weniger als am Donnerstag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Juli fiel um 79 Cent auf 49,77 Dollar, was einem Abschlag von 1,6 Prozent entsprach.

Die Verluste hatten am Donnerstag eingesetzt, kurz nachdem die Rohölpreise mehrmonatige Höchststände erreicht hatten. Ein wesentlicher Grund für die schwächere Tendenz sehen Beobachter in dem zuletzt wieder stärkeren US-Dollar. Weil Rohöl in der amerikanischen Währung gehandelt wird, verteuert sich Rohöl mit steigenden Dollarkursen für viele Investoren, was die Nachfrage drückt. Dennoch bleibt es dabei, dass sich die Ölpreise von ihrer seit Mitte 2014 währenden Talfahrt seit Jahresbeginn deutlich erholt haben.

Rohstoffe: Ölpreise im Höhenrausch

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Ölpreise im Höhenrausch

Obwohl der Ölpreis am Freitag verliert, ist er auf Kurs zu seiner fünften Woche in Folge mit Gewinnen. Das ist der längste Aufschwung seit mehr als vier Jahren. Und starke Rückschläge sind nicht zu erwarten.

Am Donnerstag war Brent auf ein Acht-Monats-Hoch von 52,86 Dollar gestiegen. WTI hatte sich in der Spitze sogar um 0,9 Prozent auf 51,67 Dollar verteuert, womit das Fass so viel kostete wie vor fast einem Jahr.

Börsianer glauben an keinen langanhaltenden Preisrückgang. Eine anziehende globale Nachfrage nach Öl sowie Einbußen bei der Ölproduktion vor allem in Nigeria, Kanada und Venezuela stützten die Preise, hieß es in dem ANZ-Kommentar. „Der Aufwärtstrend für Öl ist intakt, der Ausblick für die Preise bleibt positiv.“ 

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