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31.10.2014

13:16 Uhr

Ölmarkt

Goldpreis fällt auf Vierjahrestief

Seit Monaten stehen die Ölpreise unter Druck. Nun sind sie auf den tiefsten Stand seit über vier Jahren gefallen. Schuld sind der starke Dollar und die guten Konjunkturaussichten in den USA.

Das Durchbrechen der Marke von 1,200 Dollar und das Vierjahrestief verstärken den Abwärtstrend des Goldpreises. dpa

Das Durchbrechen der Marke von 1,200 Dollar und das Vierjahrestief verstärken den Abwärtstrend des Goldpreises.

FrankfurtEin starker Dollar und gute Konjunkturaussichten in den USA schicken den Goldpreis auf Talfahrt. Der Preis für das Edelmetall ist am Freitag auf den tiefsten Stand seit über vier Jahren gefallen. Der Preis pro Feinunze (etwa 31 Gramm) Gold sank gegen Mittag auf 1174,18 Dollar und lag damit so niedrig wie seit Ende Juli 2010 nicht mehr.

Händler machten das überraschend kräftige Wachstum in den USA und die dadurch gestiegene Aussicht auf eine raschere Straffung der Geldpolitik verantwortlich. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der weltgrößten Volkswirtschaft war im dritten Quartal aufs Jahr hochgerechnet um 3,5 Prozent und damit deutlich stärker als erwartet gestiegen.

„Die überraschend starken US-BIP-Daten haben gestern den optimistischeren Konjunkturausblick der Fed am Vortag bestätigt und damit indirekt die Nachfrage nach Gold als sicheren Hafen gedämpft“, kommentierten Experten der Commerzbank.

Welche Staaten über die größten Ölressourcen verfügen

Venezuela

konventionell: 3 Milliarden Tonnen
nicht-konventionell: 62,3 Milliarden Tonnen

Kanada

konventionell: 3,5 Milliarden Tonnen
nicht-konventionell: 51,2 Milliarden Tonnen

Russland

konventionell: 20 Milliarden Tonnen
nicht-konventionell: 14,8 Milliarden Tonnen

USA

konventionell: 15,7 Milliarden Tonnen
nicht-konventionell: 8,8 Milliarden Tonnen

China

konventionell: 16,2 Milliarden Tonnen
nicht-konventionell: 4,5 Milliarden Tonnen

Brasilien

konventionell: 13 Milliarden Tonnen
nicht-konventionell: 0,7 Milliarden Tonnen

Saudi Arabien

konventionell: 11,8 Milliarden Tonnen
nicht-konventionell: -

Kasachstan

konventionell: 4 Milliarden Tonnen
nicht-konventionell: 6,7 Milliarden Tonnen

Iran

konventionell: 7,2 Milliarden Tonnen
nicht-konventionell: -

Irak

konventionell: 6,1 Milliarden Tonnen
nicht-konventionell: -

Erläuterung

Die Auflistung zeigt die Top 10 Länder mit den größten konventionellen und nicht-konventionellen (Ölsand, Schwerstöl oder Schieferöl) Erdölressourcen im Jahr 2012. Erdölressourcen sind nachgewiesene, aber derzeit technisch und/oder wirtschaftlich nicht gewinnbare sowie nicht nachgewiesene, aber geologisch mögliche, künftig gewinnbare Energierohstoffmengen.

Quelle: BGR Energiestudie 2013

Auch der Anstieg des US-Dollars als Reaktion auf die starke Ausweitung der Anleihekäufe durch die japanischen Zentralbank belaste den Goldpreis. Zudem verstärke das Durchbrechen der Marke von 1,200 Dollar sowie das Vierjahrestief den Abwärtstrend.

Von

dpa

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