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23.07.2012

14:26 Uhr

Ölmarkt

Schuldenkrise lässt Ölpreise einbrechen

Die Ölpreise sind am Montag regelrecht eigebrochen. Die erneute Verschärfung der Euro-Schuldenkrise führte zu erheblichen Kursverlusten.

Der feste Dollar belastet die Öl-Nachfrage außerhalb des Dollar-Raumes. dpa

Der feste Dollar belastet die Öl-Nachfrage außerhalb des Dollar-Raumes.

New York/LondonDie Ölpreise sind am Montag belastet durch die erneute Verschärfung der Euro-Schuldenkrise regelrecht eingebrochen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur September-Lieferung kostete im Mittagshandel 103,70 US-Dollar. Das waren 3,13 Dollar weniger als am Freitag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI (West Texas Intermediate) sank um 2,95 Dollar auf 88,88 Dollar.

Das „Hochkochen“ der Schuldenkrise in der Eurozone habe zu den Kursverlusten an den Ölmärkten geführt, schreibt die Commerzbank in einem Kommentar. Die Talfahrt setzte bereits am Freitag ein, nachdem sich die Lage am spanischen Anleihemarkt verschärfte. Zum Wochenauftakt seien die Preise zudem durch einen festeren US-Dollar und fallende Aktienmärkte weiter belastet worden. Ein niedriger Eurokurs macht Rohöl für Anleger aus der Eurozone teurer. Nach dem deutlichen Anstieg der Ölpreise bis zum vergangenen Donnerstag habe sich auch ein Korrekturpotenzial aufgebaut. Lediglich eine Eskalation der Lage in Syrien oder im Iran-Konflikt könnten den Preisrückgang laut Commerzbank bremsen.

Von

dpa

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