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25.04.2016

15:01 Uhr

Ölpreis-Entwicklung

Indonesien hält begrenzte Ölförderung für unnötig

Indonesien sieht angesichts des derzeitigen Ölpreises von rund 45 Dollar je Barrel keinen Grund, die Produktion zu deckeln. Das Land ist seit Dezember Mitglied der Organisation Erdöl exportierender Länder.

Indonesien wird die Ölproduktion vorerst nicht herunterfahren. Der Gouverneur des Landes bei der Opec, Widhyawan Prawiraatmadja, sieht angesichts der derzeitigen Ölpreise keinen Grund. AP

Indonesische Arbeiter verladen Ölfässer

Indonesien wird die Ölproduktion vorerst nicht herunterfahren. Der Gouverneur des Landes bei der Opec, Widhyawan Prawiraatmadja, sieht angesichts der derzeitigen Ölpreise keinen Grund.

Abu DhabiIndonesien sieht bei dem derzeitigen Ölpreis keinen Bedarf für eine Deckelung der Produktion. Ein Preis von 45 Dollar je Barrel (159 Liter) sei nicht schlecht, sagte der Gouverneur des Landes bei der Opec, Widhyawan Prawiraatmadja, am Montag.

„Wenn es dabei bleibt, gibt es keinen Grund für ein Einfrieren der Förderung. Es ist nicht dringend“, sagte er der Nachrichtenagentur Reuters am Rande einer Energiekonferenz in Abu Dhabi. Als ideal betrachtet er einen Preis zwischen 50 und 60 Dollar.

„Das ist immer noch relativ billig.“ Indonesien war im Dezember der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) als 13. Mitgliedsland wieder beigetreten.

Fakten zu Indonesien

Der weltgrößte Inselstaat

Indonesien hat rund 240 Millionen Einwohner und gilt damit als der viertbevölkerungsreichste Staat der Welt.

Folgende Inselregionen...

... umfasst Indonesien: Sumatra (rund 55 Millionen Einwohner), Java (rund 145 Millionen Einwohner), Kleine Sundainseln (rund 14 Millionen Einwohner), Kalimantan (rund 15 Millionen Einwohner), Sulawesi (rund 18 Millionen Einwohner), Molukken (rund zwei Millionen Einwohner) und Westneuguinea (rund vier Millionen Einwohner).

„Indonesien“

Der Name ist aus dem Griechischen entstanden und setzt sich aus „Indo-“ für Indien und „nesos“ für Insel zusammen.

Unabhängig seit...

... 1949: Ehemalig war Indonesien eine niederländische Kolonie. Heute ist der Inselstaat eine sogenannte Präsidialrepublik.

Regierungspolitik

Staatsoberhaupt und Regierungschef von Indonesien ist seit 2014 Joko Widodo. Erst zehn Jahre zuvor wurde der erste Präsident direkt vom Volk gewählt. Indonesien gilt seitdem weltweit als demokratisch regierter Staat. Der Majelis Permusyawaratan Rakyat, die Beratende Volksversammlung ist das Parlament im Zweikammersystem. Es besteht aus 550 Abgeordneten des DPR (Dewan Perwakilan Rakyat) und 128 Regionalvertretern der DPD (Dewan Perwakilan Daerah).

Außenpolitik

Indonesien verfolgt bezüglich der Außenpolitik das Motto „bebas dan aktif“, was auf Deutsch „unabhängig und aktiv“ bedeutet. Jakarta versucht somit, eine Abhängigkeit an Mächte außerhalb der südostasiatischen Region zu vermeiden – das gilt für die Volksrepublik China wie für die USA. Stattdessen versucht die Regierung einen eigenen Weg für die internationalen Beziehungen zu finden.

200 Millionen Muslime...

... leben ungefähr in Indonesien, obwohl der Islam nicht die Staatsreligion ist. Das sind fast 90 Prozent der Gesamtbevölkerung. Davon sind die meisten Sunniten, nur etwa 100.000 Muslime dort sind Schiiten. 23 Millionen Indonesier sind Christen. 1,8 Prozent sind Hindus und ein Prozent Buddhisten. Zudem gibt es eine sehr kleine jüdische Minderheit.

Traditionelle Glaubensrichtungen

Alle Einwohner müssen eine der fünf anerkannten Weltreligionen (Islam, Christentum – katholisch und evangelisch–, Buddhismus und Hinduismus) angeben. Vermutlich geben indonesische Volksgruppen also eine dieser Religionen an und leben ihren Glauben heimlich aus.

Währung

In Indonesien ist Rupiah die Staatswährung.

Am 17. April konnten sich die Opec und andere Förderländer nicht auf eine Deckelung der Ölförderung zur Stabilisierung der Preise einigen.

Am Montag kostete die richtungweisende Sorte Brent 44,67 Dollar und damit ein Prozent weniger. Das ist jedoch immer noch knapp 20 Prozent über dem Niveau von Anfang April. WTI fiel ebenfalls in dieser Größenordnung auf 43,28 Dollar.

Seit dem Tiefpunkt Mitte Januar hat sich der Preis für den Rohstoff wieder erholt.

Von

rtr

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