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02.05.2016

12:02 Uhr

Ölpreis

Es geht weiter abwärts

Noch in der vergangenen hatte der Ölpreis deutlich zulegen können. Doch am Freitag legte er den Rückwärtsgang ein. Dabei bleibt es auch zu Wochenbeginn. Denn der Druck auf die Preise hält weiter an.

Auch der Preis für Nordseeöl leidet unter der gestiegen Produktion in den Ländern des Ölkartells, darunter Saudi-Arabien. dpa

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Auch der Preis für Nordseeöl leidet unter der gestiegen Produktion in den Ländern des Ölkartells, darunter Saudi-Arabien.

SingapurDie Ölpreise sind am Montag gesunken. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli kostete am Morgen 46,81 US-Dollar. Das waren 56 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Juni fiel um 44 Cent auf 45,48 US-Dollar.

Für leichten Druck auf die Preise sorgte, dass die chinesische Industrie nach Daten vom Montag etwas hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist. Der offizielle Einkaufsmanagerindex für April ging leicht zurück. Experten hatten dagegen mit einem leichten Anstieg gerechnet. Allerdings bewerten einige Experten die Zahlen grundsätzlich positiv, weil der Indikator weiterhin im Wachstumsbereich verblieben ist.

Druck auf die Preise besteht bereits seit Freitagnachmittag aufgrund von Hinweisen auf eine gestiegene Produktion der Mitgliedsstaaten der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) im April. Außerdem sehen einige Experten eine Gegenbewegung nach deutlichen Zuwächsen in den vorangegangenen Tagen.

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Die Verhandlungen der großen Ölstaaten über eine Drosselung der Förderung sind gescheitert. Saudi-Arabien lehnt eine solche Vereinbarung ohne eine Beteiligung des Iran ab. Das Überangebot will Riad aber nicht vergrößern.

US-Energieminister Ernest Moniz rechnet fürs kommende Jahr mit einer Stabilisierung des Ölmarktes. Bis dahin hätten Nachfrage und Angebot ein neues Gleichgewicht gefunden, sagte Moniz am Montag nach einem Treffen der Energieminister der sieben führenden Industriestaaten (G7) in der japanischen Stadt Kitakyushu. Die US-Produktion werde als Folge des Ölpreisverfalls im laufenden Jahr voraussichtlich um 600.000 Barrel pro Tag sinken. Im April zogen die Ölpreise wieder an, nachdem sie in diesem Jahr auf den niedrigsten Stand seit fast 13 Jahren gesunken waren.

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