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24.04.2015

07:48 Uhr

Ölpreis

Krise im Jemen lässt Preise steigen

Der Konflikt im Jemen hat am Freitag für steigende Ölpreise gesorgt. Besonders die Nordseesorte Brent zog weiter deutlich an. Experten warnten jedoch vor von den Anlegern vernachlässigten Risiken.

Der Bürgerkrieg im Jemen hat am Freitag für ein Anziehen der Ölpreise gesorgt. Reuters

Sorge um Importe

Der Bürgerkrieg im Jemen hat am Freitag für ein Anziehen der Ölpreise gesorgt.

SingapurDie Kämpfe im Jemen haben am Freitag für steigende Ölpreise gesorgt. Nordseeöl der Sorte Brent verteuerte sich um bis zu 1,3 Prozent auf 65,69 Dollar je Barrel (159 Liter), das war der höchste Stand seit Mitte Dezember.

Allein in diesem Monat legte der Preis für Brent um knapp 17 Prozent zu. US-Leichtöl der Sorte WTI stieg zeitweise um 0,4 Prozent auf 57,95 Dollar. Anleger fürchteten angesichts der Unruhen in der Region um die Sicherheit der Öltransporte.

„Man kann für den jüngsten Ölpreisanstieg viele Erklärungen finden: die Dollar-Schwäche, die Anlegernot infolge niedriger Zinsen, anhaltende Kämpfe im Jemen oder den Rückgang der US-Ölproduktion“, hieß es bei der Commerzbank.

Welche Staaten über die größten Ölressourcen verfügen

Venezuela

konventionell: 3 Milliarden Tonnen
nicht-konventionell: 62,3 Milliarden Tonnen

Kanada

konventionell: 3,5 Milliarden Tonnen
nicht-konventionell: 51,2 Milliarden Tonnen

Russland

konventionell: 20 Milliarden Tonnen
nicht-konventionell: 14,8 Milliarden Tonnen

USA

konventionell: 15,7 Milliarden Tonnen
nicht-konventionell: 8,8 Milliarden Tonnen

China

konventionell: 16,2 Milliarden Tonnen
nicht-konventionell: 4,5 Milliarden Tonnen

Brasilien

konventionell: 13 Milliarden Tonnen
nicht-konventionell: 0,7 Milliarden Tonnen

Saudi Arabien

konventionell: 11,8 Milliarden Tonnen
nicht-konventionell: -

Kasachstan

konventionell: 4 Milliarden Tonnen
nicht-konventionell: 6,7 Milliarden Tonnen

Iran

konventionell: 7,2 Milliarden Tonnen
nicht-konventionell: -

Irak

konventionell: 6,1 Milliarden Tonnen
nicht-konventionell: -

Erläuterung

Die Auflistung zeigt die Top 10 Länder mit den größten konventionellen und nicht-konventionellen (Ölsand, Schwerstöl oder Schieferöl) Erdölressourcen im Jahr 2012. Erdölressourcen sind nachgewiesene, aber derzeit technisch und/oder wirtschaftlich nicht gewinnbare sowie nicht nachgewiesene, aber geologisch mögliche, künftig gewinnbare Energierohstoffmengen.

Quelle: BGR Energiestudie 2013

Dennoch mahnten die Experten zur Vorsicht. Der Markt ignoriere komplett das Risiko, sollten der Iran und Libyen auf den Ölmarkt zurückkehren. „Sollten aber beide Länder ihre jeweiligen Produktionsquoten von vor der Krise wieder erreichen, würde mit einem Anstieg der Produktion um bis zu zwei Millionen Barrel täglich der Nachfrageanstieg für die nächsten zwei Jahre nahezu vollständig ausgeglichen.“

Von

dpa

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