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15.12.2014

10:59 Uhr

Ölpreis

Leicht erholt nach heftiger Talfahrt

Eine Gegenbewegung zum anhaltenden Preisverfall: Die Ölpreise sind am Montagmorgen leicht gestiegen. Sie waren um 20 Prozent gefallen, nachdem die Opec im November erklärt hatte, sie wolle die Fördermengen nicht senken.

Seit diesem Sommer sind die Ölpreise um rund 40 Prozent gefallen, allein seit Ende November sind es 20 Prozent. dpa

Seit diesem Sommer sind die Ölpreise um rund 40 Prozent gefallen, allein seit Ende November sind es 20 Prozent.

SingapurDie Ölpreise haben zum Wochenstart ihre heftige Talfahrt der vergangenen Monate zunächst gestoppt. Händler sprachen von einer typischen Gegenbewegung nach starken Rückgängen. Am Montagmorgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 62,60 US-Dollar. Das waren 75 Cent mehr als am Freitag. Auch die US-amerikanische Sorte WTI konnte leicht zulegen. Der Preis für ein Fass stieg um 58 Cent auf 58,39 Dollar.

Seit diesem Sommer sind die Ölpreise um rund 40 Prozent gefallen. Seit Ende November, als sich die Opec nicht mit einer Förderkürzung gegen den Preisverfall stemmen wollte, sind es 20 Prozent. Nach wie vor sieht es nicht nach einer Produktionsverringerung aus: Neben dem größten Kartellmitglied Saudi-Arabien sprechen sich auch die Vereinigten Arabischen Emirate gegen eine Förderkürzung aus.

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Der Preisverfall beim Rohöl schlägt sich nicht Eins-zu-Eins in der Tankquittung nieder: Öl muss verarbeitet, transportiert und vor allem versteuert werden. Ein hoher Steueranteil, derzeit rund 80 Cent pro Liter Super-Kraftstoff, verhindert prinzipiell, dass der Preisverfall so beim Kunden ankommt, wie es fallende Ölpreise suggerieren.

Schon jetzt ist aber absehbar, dass die Kraftstoffpreise auch im Jahresdurchschnitt 2014 auf den niedrigsten Stand seit 2010 fallen werden. So kostete inklusive November ein Liter Super E10 in diesem Jahr 1,509 Euro und damit weniger als in den Jahren 2011 bis 2013. Für Diesel mussten die Autofahrer in den ersten elf Monaten 1,363 Euro je Liter bezahlen. Auch Diesel war zuletzt 2010 mit durchschnittlich 1,214 Euro billiger.

Der Heizöl-Preis für 100 Liter (bei Abnahme von 3000 Litern, inkl. Mehrwertsteuer) steht im bundesweiten Durchschnitt bei 60,30 Euro und könnte damit in den nächsten Tagen erstmals seit Februar 2010 wieder unter die Marke von 60 Euro fallen. Damit hat sich Heizöl innerhalb von drei Monaten um rund 20 Euro je 100 Liter oder ein Viertel verbilligt.

Von

dpa

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