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13.08.2014

09:30 Uhr

Ölpreis

Öl auf 13-Monatstief, Gold stabil

Obwohl Konflikte vielerorts die Ölproduktion hemmen, fallen die Preise. Während die Lager gefüllt sind, besteht keine Gefahr auf eine Verteuerung. Indes hält sich der Preis für Gold stabil.

Zuletzt griffen die Terroristen der IS im Irak auch wichtige Infrastruktur des Ölgeschäfts wie Pipelines und Raffinerien an. Die Ölpreise sinken trotz der angespannten Situation in vielen Förderregionen. dpa

Zuletzt griffen die Terroristen der IS im Irak auch wichtige Infrastruktur des Ölgeschäfts wie Pipelines und Raffinerien an. Die Ölpreise sinken trotz der angespannten Situation in vielen Förderregionen.

Frankfurt/LondonDie Preise für Rohöl haben am Mittwoch weiter nachgegeben. Wie der Branchenverband American Petroleum Institute (API) am Dienstag erklärt hatte, sind die Lagerbestände für Rohöl und Benzin in den USA - dem weltgrößten Ölkonsumenten - in der vergangenen Woche weiter gestiegen. „Die Märkte gehen davon aus, dass trotz der Krisen im Nahen Osten und der Ukraine keine Versorgungsengpässe unmittelbar bevorstehen", sagte ein Händler. Die Internationale Energiebehörde IEA hatte am Dienstag von einem Überangebot an Öl gesprochen.

Libyen exportierte erstmals seit einem Jahr wieder Rohöl vom Hafen Ras Lanuf aus, der von den Rebellen geschlossen worden war. Druck auf die Preise kam zudem von Aussagen der Internationalen Energieagentur, wonach der Markt durch ein Überangebot vor Verwerfungen geschützt sei. Der Ölpreis ist am Mittwoch den vierten Tag in Folge gefallen. Mit 102,37 Dollar kostete ein Barrel Nordseeöl der Sorte Brent zur Lieferung im September am Mittwoch 0,6 Prozent weniger als am Vortag. Das war der niedrigste Preis seit dem 1. Juli 2013

Der Kontrakt wird am Donnerstag fällig, daher zieht der Oktober-Kontrakt bereits jetzt mehr Umsatz auf sich. Er fiel in der Spitze um 0,6 Prozent auf 103,26 Dollar. Auch US-Leichtöl der Sorte WTI verbilligte sich und notierte mit 97,06 Dollar 0,3 Prozent unter dem Vortagesschluss. Am Nachmittag dürften die vom US-Energieministerium berechneten Lagerbestandsdaten im Fokus stehen. Laut dem Branchenverband API legten die US-Rohölbestände in der vergangenen Woche zu.

Der Goldpreis hielt sich nahezu unverändert knapp unter dem höchsten Stand seit drei Wochen. Gestützt wurde er von den anhaltenden Spannungen zwischen der Ukraine und Russland und der Aussicht auf weitere Kämpfe im Gaza-Streifen. Am Tagesmarkt notierte Gold bei 1309,05 Dollar je Unze minimal niedriger. Das Edelmetall hatte am 8. August bei 1322,76 Dollar den höchsten Preis seit dem 18. Juli erreicht, nachdem die USA Luftangriffe im Irak genehmigten.

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