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30.11.2016

15:02 Uhr

Ölpreis

Opec zwischen Chaos und Hoffnung

VonHans-Peter Siebenhaar, Matthias Streit

Das Ölkartell macht sich gegenseitig Mut, die Streitereien der vergangenen Jahre ad acta zu legen. Auf seinem Treffen in Wien scheint sich ein Abkommen abzuzeichnen. Die Unterstützung weiterer Produzenten wächst.

Ölpreis

OPEC-Ölminister treiben Ölpreis und Aktien hoch

Ölpreis: OPEC-Ölminister treiben Ölpreis und Aktien hoch

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WienBei der Opec regiert das Chaos: Während vor der Tür des Opec-Gebäudes in Wien noch mehr als hundert Journalisten bei Temperaturen um den Gefrierpunkt warteten, regierte im Inneren bei den Sicherheitskontrollen das Durcheinander. Ohne Begründung unterbrachen die österreichischen Polizeikräfte den Einlass. Zahlreiche Fernsehsender wie beispielsweise die ARD blieben daher vom Beginn der Opec-Konferenz ausgesperrt. Statt dem typischen Gedränge um den saudischen Ölminister vor Beginn des wichtigen Treffens, gab es dieses Mal viel Platz.

Denn im Sitzungssaal des Ölkartells waren ungewöhnlich wenige Journalisten vor Ort, als Mohammed Bin Saleh Al-Sada, Präsident der Opec und Ölminister von Katar die Konferenz eröffnete. Der einflussreiche Politiker betonte, die in Algier Ende September erreichte Vereinbarung, um die „relative Volatilität“ des Ölpreises zu reduzieren. Alle Produzenten verstünden den „Ernst der Lage“.

Die größten Erdölproduzenten (2016)

Opec als größter Rohölproduzent

Die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) stellt mehr als ein Drittel des weltweit produzierten Rohöls bereit. Ihre 14 Mitgliedsstaaten sitzen auf mehr als 70 Prozent aller Ölreserven.

Quelle: dpa

Opec II

Laut einer Analyse des Energiekonzerns BP produzierte die Opec 2014 knapp 37 Millionen Barrel Öl und verwandte Produkte am Tag. Weltweit wurden 89 Millionen Barrel am Tag produziert. Die Größten Ölproduzenten im Überblick:

USA

12 Millionen Barrel

Saudi-Arabien

Zwölf Millionen Barrel

Russland

Elf Millionen Barrel

China

Vier Millionen Barrel

Kanada

Vier Millionen Barrel

Gemeint ist das andauernde Überangebot am Ölmarkt, das die Preise niedrig hält. Ziel der Opec ist es, seine Produktion um mindestens 800.000 Barrel pro Tag zu kürzen. Es wäre die erste selbst auferlegte Einschränkung seit acht Jahren. Die Maßnahme würde Angebot und Nachfrage auf dem Ölmarkt wieder in ein Gleichgewicht bringen.

Zum Sitzungsauftakt war der Optimismus für eine Kürzung der Förderung jedenfalls groß, um den Preis pro Barrel (159 Dollar) dauerhaft über 50 Dollar zu halten. Ecuadors Außenminister Guillaume Long, der die Opec-Delegation seines Landes anführte, sagte dem Handelsblatt: „Allen ist klar, dass ein Kompromiss für jedes einzelne Mitgliedsland, als auch für die gesamte Organisation und auch Exporteure außerhalb der Opec wichtig ist.“

Der drastische Preisverfall des Rohöls in der Vergangenheit habe niemandem genützt. Von einer Dominanz durch das Opec-Schwergewicht Saudi-Arabien wollte Außenminister Long nichts wissen. „Es gibt ein sehr günstiges Klima für einen Konsens aller Mitglieder.“

Kommentare (4)

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30.11.2016, 17:03 Uhr

Da sieht man mal wieder die Deutschen Medien, wie Sie sich einen steigenden Ölpreis für die Deutschen Energieverbraucher herbeiwünschen damit die Deutschen Bürger mehr und mehr für Energie zahlen dürfen und damit im Mangel und Armut gehalten werden.
Aber die freie Marktwirtschaft = Gesellschaft der Welt wird euch was pfeifen und noch mehr Oel auf die Weltmärkte pumpen damit in Zukunft das Oel und damit die Energie für JEDEN MENSCHEN auf dieser Welt bezahlbar bleibt und wird!
Die Mafia der Opec hat ausgedient. Es lebe die Freiheit der Markt Gesellschaft für billiges Oel/Energie zum WOHLE DER MENSCHHEIT!

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30.11.2016, 17:32 Uhr

Wer braucht denn " Online-Dating-Portale " wenn es Muckibuden zum Eisen biegen für uns Männer und für die Ladys den Knack-Po zum trainieren gibt ?

Wenn ich Lust habe auf Spielbank, dann mache ich das ja auch nicht Online am PC. Sondern ziehe mir einen eleganten Smoking an, fahre nach Wiesbaden und verbinde das Ganze mit einem Besuch im Gourmetrestaurant Ente und einer Übernachtung im Nassauer Hof.

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30.11.2016, 17:44 Uhr

Bin nur 2x im Jahr in der Domstadt. Im Frühjahr zur FIBO, da der Kolibri als Sportwissenschaftlerin nach dem Uniabschluss als meine persönliche Fitnesstrainerin und Ernährungscoach arbeiten wird, und wir uns dort weitergehende Expertise holen. Und im Sommer zu den Kölner Lichter wegen des geilen Feuerwerks am Rhein. Außerdem hatte ich mal dort eine City-Immobilie im Townhaus-Stil, die ich aber dieses Jahr verkauft habe.

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