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17.03.2016

09:06 Uhr

Ölpreis

Spekulation auf Förderbremse treibt Ölpreise an

Die Ölförderländer wollen sich offenbar im April über die Begrenzung der Förderung unterhalten. Zwar will der Iran seine Produktion vorerst weiter steigern. Doch die Erwartung an künftige Verknappung dominiert den Markt.

Im April wollen die Ölförderländer in Doha debattieren, ob sie ihre Ölfördermenge begrenzen, die Hähne zudrehen oder weiter offen lassen. Reuters

Auf oder zu?

Im April wollen die Ölförderländer in Doha debattieren, ob sie ihre Ölfördermenge begrenzen, die Hähne zudrehen oder weiter offen lassen.

Frankfurt/TokioSpekulationen auf eine Förderbegrenzung haben die Ölpreise am Donnerstag angeschoben. Nordseeöl der Sorte Brent zur Lieferung im Mai verteuerte sich um 1,6 Prozent auf 40,99 Dollar je Barrel (159 Liter). US-Leichtöl der Sorte WTI (zur Lieferung im April) kostete mit 39,38 Dollar 2,4 Prozent mehr. Opec-Insider hatten am Mittwoch erklärt, die Förderländer, einschließlich der Mitglieder des Ölkartells, unterstützten Beratungen über ein Einfrieren der Fördermengen auf dem aktuellen Niveau – selbst für den Fall, dass der Iran an den Verhandlungen nicht teilnehmen wolle.

Das Land hatte den Plänen, die Förderung zu begrenzen, jüngst eine Absage erteilt. Der Iran wolle zunächst seine Produktion wieder steigern, erklärte dessen Ölminister Bidschan Sanganeh. So will sich der Staat am persischen Golf nach Aufhebung der Wirtschaftssanktionen durch den Westen wieder als Exporteur am Weltmarkt etablieren. Bis zu vier Millionen Barrel möchte der Staat am persischen Golf täglich fördern. Aktuell sind es noch knapp drei Millionen.

Nach Angaben aus dem Katar, das in diesem Jahr die Opec-Präsidentschaft stellt, wollen sich die Förderländer am 17. April in Doha treffen. Dort wollten 15 Länder dabei sein, die in etwa für 73 Prozent der weltweiten Ölförderung stünden. Ein unerwartet geringer Anstieg der US-Rohölbestände stützte Händlern zufolge die Preise zusätzlich.

Vorratsdaten aus den USA können den Anstieg indes nicht stoppen. Nach Angaben der US-Regierung waren die Lagerbestände an Rohöl in den USA in der vergangenen Woche zwar um 1,3 Millionen Barrel gestiegen. Das war aber der geringste Zuwachs seit fünf Wochen.

Von

rtr

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