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29.09.2011

15:12 Uhr

Ölpreis stabil

Nachfrage in Asien stützt Goldpreis

Vor allem asiatische Anleger setzen weiter auf Gold. Dank der Hochzeitssaison ist das Edelmetall in Indien so teuer wie seit einem Jahr nicht mehr. Auch der Ölpreis hat sich stabilisiert.

Indische Brautpaare werden traditionell mit Goldschmuck beschenkt. dpa

Indische Brautpaare werden traditionell mit Goldschmuck beschenkt.

FrankfurtNach dem Kurseinbruch der vergangenen Wochen steht Gold vor allem bei asiatischen Anlegern hoch im Kurs. Der Preis für das Edelmetall verteuerte sich am Donnerstag um bis zu 1,6 Prozent auf 1633 Dollar je Feinunze. Die Preisaufschläge für Goldbarren lagen in Singapur und Hongkong auf dem höchsten Stand seit mindestens Februar. In Indien, dem weltgrößten Gold-Markt, war das Edelmetall so teuer wie seit mehr als einem Jahr nicht mehr. Auf dem Subkontinent steht die Hochzeitssaison bevor - Brautpaare werden hier traditionell mit Goldschmuck beschenkt. „Wir haben Stapel von Goldbarren, aber das reicht nicht, um nachzukommen - der Bedarf ist zu groß“, sagte ein Händler.

Doch trotz der jüngsten Erholung ist der Goldpreis noch weit von seinem jüngsten Rekordhoch entfernt. Anfang des Monats hatte sich das Edelmetall bis auf 1920,30 Dollar je Feinunze verteuert - Anleger waren aus Furcht vor einer deutlichen Abkühlung der Weltkonjunktur und einer Eskalation der europäischen Schuldenkrise in das als sicherer Hafen gefragte Edelmetall geflüchtet. In den vergangenen Tagen hatten sich die Investoren dann allerdings in Scharen von Gold verabschiedet - allein am Montag war der Preis um bis zu 120 Dollar gefallen. Getreu dem Motto „Cash is King“ horteten Anleger Bargeld oder investierten es in die Weltleitwährung Dollar. Analysten gehen davon aus, dass jedoch gerade die starke Nachfrage nach Gold in Asien den Preis erst einmal vor weiteren Rückgängen bewahren sollte.

Stabilisiert hat sich am Donnerstag auch der Ölpreis, nachdem er am Vortag um bis zu drei Prozent abgerutscht war.

Die Rohöl-Sorten WTI und Brent notierten jeweils mehr als ein Prozent fester bei 82,12 beziehungsweise 105,15 Dollar je Barrel. Nach den bisherigen Abstimmungen im Parlament hoffe man darauf, dass der gestärkte Rettungsschirm EFSF bald stehe, sagte ein Händler. Am Donnerstag hat auch der Bundestag mit großer Mehrheit die Ausweitung des Euro-Rettungsschirms für Krisenländer beschlossen. Der EFSF soll insgesamt 440 Milliarden Euro als Nothilfe für Euro-Staaten einsetzen können. Die Ausweitung des Rettungsschirms muss von allen 17 Euro-Staaten gebilligt werden - bislang haben zehn Länder zugestimmt.

Der Kupferpreis vollzog diese Entwicklung allerdings nicht mit. Das Industriemetall verbilligte sich um 1,2 Prozent auf 7150 Dollar je Tonne. „Die Sorgen über den Zustand der europäischen Wirtschaft sind weiterhin im Markt, ebenso die Frage wie sich eine schwächelnde Konjunktur auf das Wachstum in den Schwellenländern auswirken wird“, sagte Gayle Berry, Analystin bei Barclays Capital. Insgesamt sei man für die kommenden Monate nicht besonders optimistisch.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Curious

29.09.2011, 15:50 Uhr

"...auf 1633 Dollar je Tonne" - sicher? Ich dachte immer das wäre pro Unze. Man lernt nie aus.

Account gelöscht!

30.09.2011, 19:25 Uhr

^^

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