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10.01.2005

17:55 Uhr

Rohstoffe + Devisen

Ölpreis steigt in New York erstmals seit Anfang Dezember über 47 Dollar

Der US-Ölpreis ist am Montag wegen Sorgen vor möglichen Versorgungsengpässen erstmals seit dem 1. Dezember 2004 wieder über die Marke von 47 Dollar je Barrel gestiegen.

dpa-afx NEW YORK/LONDON. Der US-Ölpreis ist am Montag wegen Sorgen vor möglichen Versorgungsengpässen erstmals seit dem 1. Dezember 2004 wieder über die Marke von 47 Dollar je Barrel gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte WTI kostete zeitweise 47,10 Dollar und damit 1,67 Dollar mehr als bei Handelsschluss am Freitag.

Seit Jahresbeginn ist der Ölpreis damit um mehr als 3,50 Dollar gestiegen, liegt aber immer noch deutlich unter dem am 25. Oktober erreichten Rekordhoch von 55,67 Dollar. In London kostete ein Barrel der Nordseesorte 44,68 Dollar und damit 1,50 Dollar mehr als am Freitag.

Neben Sorgen vor einem bevorstehenden Kälteeinbruch auf der Nordhalbkugel führten Händler die anhaltenden Spekulationen um eine Drosselung der Opec-Produktion als Gründe für den jüngsten Ölpreisanstieg ins Feld. Ein Kälteeinbruch auf der Nordhalbkugel würde die Nachfrage insbesondere nach Heizöl kräftig erhöhen. Dies treibt tendenziell auch den Rohölpreis in die Höhe.

"Die Preise sind gestiegen, nachdem aus dem Iran Hinweise auf eine mögliche Produktionssenkung der Opec gekommen sind", sagte Analyst Peter Luxton von Informa Global. Irans Ölminister Bijan Zanganeh hatte am Freitag gesagt, die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) sollte eine Fördersenkung beim nächsten Treffen am 30. Januar beschließen, falls der Preis für Opec-Öl unter die Marke von 40 Dollar bleibe. Das Ölkartell hatte erst im Dezember den Abbau seiner Überproduktion um eine Million Barrel pro Tag beschlossen.

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