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10.01.2005

13:25 Uhr

Rohstoffe + Devisen

Ölpreis steigt weiter - Spekulationen um Opec-Kürzungen

Der Ölpreis ist am Montag wegen anhaltender Spekulationen um eine Drosselung der Opec-Produktion erneut gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte WTI kostete 46,00 Dollar und damit 57 Cent mehr als bei Handelsschluss am Freitag.

dpa-afx SINGAPUR/LONDON. Der Ölpreis ist am Montag wegen anhaltender Spekulationen um eine Drosselung der Opec-Produktion erneut gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte WTI kostete 46,00 Dollar und damit 57 Cent mehr als bei Handelsschluss am Freitag. Seit Jahresbeginn ist der Ölpreis damit um mehr als zwei Dollar gestiegen, liegt aber immer noch deutlich unter dem am 25. Oktober erreichten Rekordhoch von 55,67 Dollar. In London kostete ein Barrel der Nordseesorte im frühen Handel 43,29 Dollar und verteuerte sich damit um 56 Cent.

"Die Preise sind gestiegen, nachdem aus dem Iran Hinweise auf eine mögliche Produktionssenkung der Opec gekommen sind", sagte Analyst Peter Luxton von Informa Global. Irans Ölminister Bijan Zanganeh hatte am Freitag gesagt, die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) sollte eine Fördersenkung beim nächsten Treffen am 30. Januar beschließen, falls der Preis für Opec-Öl unter die Marke von 40 Dollar bleibe. Das Ölkartell hatte erst im Dezember den Abbau seiner Überproduktion um eine Million Barrel pro Tag beschlossen.

Weiterer Anstieg Erwartet

Der Preis für Opec-Rohöl hat sich zuletzt wieder der Marke von 40 Dollar genähert. Nach Angaben des Opec-Sekretariats in Wien vom Montag lag der Durchschnittspreis für ein Barrel am vergangenen Freitag bei 39,35 Dollar. Das waren 1,16 Dollar mehr als am Tag davor. Das Opec-Sekretariat berechnet den Durchschnittspreis aus einem so genannten Korb von sieben wichtigen Rohölsorten. Der Durchschnittspreis für die erste Januarwoche lag mit 36,90 Dollar um 1,18 Dollar über dem der letzten Dezemberwoche.

Opec-Analysten in Wien gehen von weiteren Preissteigerungen in den nächsten Wochen aus. Verantwortlich dafür seien mehrere Produktionsausfälle in Nigeria und in der Nordsee sowie die Besorgnis angesichts der zunehmenden Gewalt im Irak. Händler verwiesen außerdem auf Sorgen über mögliche Lieferengpässe in der Wintersaison angesichts niedriger Heizölvorräte. Die Bestände in den USA, dem weltgrößten Energieverbraucher, liegen um mehr als zehn Prozent unter dem Vorjahresniveau.

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