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27.01.2015

08:58 Uhr

Ölpreis

Tiefster Stand seit knapp fünf Jahren

Die Talfahrt der Ölpreise geht weiter. Die Kurse rutschten am Dienstagmorgen auf den niedrigsten Stand seit März 2009 – und drücken damit auch deutsche Exporte. Die Goldpreise sind dagegen leicht gestiegen.

Die Nordseesorte Brent verlor am Dienstag 0,4 Prozent und wurde mit 47,96 Dollar je Barrel wieder unterhalb von 48 Dollar gehandelt. dpa

Die Nordseesorte Brent verlor am Dienstag 0,4 Prozent und wurde mit 47,96 Dollar je Barrel wieder unterhalb von 48 Dollar gehandelt.

Frankfurt/SingapurDie Ölpreise verharren weiter auf sehr niedrigem Niveau. Händler konnten am Dienstag keine großen Impulse erkennen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im März kostete am Morgen 48,27 Dollar und damit 11 Cent mehr als am Montag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) erhöhte sich um drei Cent auf 45,18 Dollar.

Eine Warnung des Ölkartells Opec vor stark steigenden Preisen blieb ohne nachhaltige Auswirkungen am Markt. Opec-Generalsekretär Abdalla El-Badri hatte am Montag davor gewarnt, dass der Verfall der Ölpreise zu stark fallenden Investitionen in Produktionsanlagen führen könnte. Dies wiederum könnte auf längere Sicht das Ölangebot verringern und die Preise anheben. Badri nannte einen Preis von 200 Dollar je Barrel. Das wäre das Vierfache des jetzigen Preisniveaus.

Für die US-Sorte WTI wurden zuvor die tiefsten Preise seit März 2009 ermittelt.

„Das Thema bleibt der Angebotsüberhang. Es muss eine Förderkürzung geben“, sagte David Lennox von Fat Prophets in Sydney. Kurzfristig stehe der Ölpreis ohne Kürzung vor weiteren Verlusten, denn die Nachfrage erhole sich nicht etwa zügig wegen der fallenden Preise.

Der Effekt, sagte er, brauche eine Weile, um wirksam zu werden.

Gold wurde am Kassamarkt 0,1 Prozent höher bei 1282,10 Dollar je Unze gehandelt. In den USA beginnt die zweitägige Sitzung des Offenmarktausschusses der Federal Reserve. Investoren erhoffen sich Aufschluss über die Zinspolitik der US- Notenbank.

James Steel, Analyst bei HSBC Securities (USA) Inc. rechnet kurzfristig mit einer weiteren Konsolidierung von den Gewinnen bei Gold in diesem Jahr.

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