Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

29.04.2015

07:46 Uhr

Ölpreise

Anleger halten sich beim Öl zurück

Experten gehen davon aus, dass die Lagerbestände an Rohöl in der größten Volkswirtschaft der Welt einen neuen Rekord erreicht haben. Deswegen sind Investoren vor der Veröffentlichung dieser Zahlen vorsichtig.

Die Ölpreise sind am Dienstag gefallen. dpa

Ölförderung

Die Ölpreise sind am Dienstag gefallen.

SingapurDie Ölpreise haben sich am Mittwoch wenig verändert. Ein Barrel (etwa 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni kostete am Morgen 64,54 US-Dollar und damit zehn Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI fiel um zwölf Cent auf 56,94 Dollar.

Die Anleger hielten sich vor der Veröffentlichung neuer Daten zu den US-Ölreserven zurück, hieß es aus dem Handel. Experten gehen davon aus, dass die Lagerbestände an Rohöl in der größten Volkswirtschaft der Welt einen neuen Rekord erreicht haben. Die Markterwartung liegt bei einem Anstieg um 3,3 Millionen Barrel. Die US-Regierung wird die Daten am Nachmittag veröffentlichen.

“Das Angebot ist einer der Schlüsselfaktoren, die den Ausverkauf getrieben haben und daher werden die Zahlen der EIA genau angesehen werden”, sagte Michael McCarthy, Chefstratege bei CMC Markets in Sydney. Er rechnet mit geringem Handel im Vorfeld der Zahlen.

Der Juni-Terminkontrakt für WTI-Öl lag am Morgen 0,3 Prozent tiefer bei 56,91 Dollar je Barrel. Ein Barrel Brent-Öl notierte am Terminmarkt bei 64,46 Dollar je Barrel und war damit 0,3 Prozent billiger.

Der Ölpreis-Verfall in den vergangenen Monaten hat die Öl-Unternehmen zunehmend unter Druck gesetzt. Bei dem britischen Ölmulti BP und dem französischen Rivalen Total brach der Gewinn zu Jahresbeginn je um rund ein Fünftel ein. Allerdings zahlt sich der Sparkurs, mit dem die Unternehmen auf die Entwicklung reagiert haben, allmählich aus.

Auch dank einer Erholung im Raffinerie-Geschäft fiel der Gewinnrückgang nicht so stark aus wie befürchtet. Hier wurden mit der Schließung von Anlagen Überkapazitäten abgebaut. Zugleich profitieren beide Konzerne dank des günstigeren Öls bei der Herstellung von Benzin und Diesel von geringeren Kosten. Auch bei anderen Branchengrößen wie dem US-Giganten Exxon Mobil und der britisch-niederländischen Royal Dutch Shell dürfte sich dies bemerkbar machen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×