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26.01.2015

14:09 Uhr

Ölpreise

Opec-Generalsekretär erwartet Anstieg

Auch am Montagmorgen fallen die Ölpreise weiter. Der neue König von Saudi-Arabien kündigt derweil an, er wolle die Fördermenge weiter hochhalten. Der Generalsekretär der Opec erwartet dennoch schon bald steigende Preise.

Das Ölkartell Opec hat nicht mit einer Produktionskürzung auf den monatelangen Preisverfall reagiert. dpa

Das Ölkartell Opec hat nicht mit einer Produktionskürzung auf den monatelangen Preisverfall reagiert.

Singapur/LondonOpec-Generalsekretär Abdullah Al-Badri rechnet bald mit einem Anziehen des Ölpreises. „Die Preise liegen derzeit bei 45 bis 55 Dollar und ich denke, dass sie den Tiefpunkt erreicht haben“, sagte Badri am Montag. Daher könnten sie in Kürze wieder steigen.

Badri rechnet unter dem neuen König von Saudi-Arabien nicht mit einem Wechsel der Ölpolitik des Landes. Der vergangene Woche verstorbene König Abdullah galt als Architekt der Strategie, die Öl-Produktion trotz des zuletzt deutlichen Preisrutsches hoch zu halten. Sein Nachfolger, König Salman, kündigte die Fortsetzung der Politik an und hielt an Ölminister Ali Al-Naimi fest.

Die Ölpreise waren zum Wochenstart gesunken. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im März kostete am Montag 48,23 Dollar und damit mehr als ein Prozent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) verbilligte sich um 0,8 Prozent auf 45,12 Dollar.

Das große Angebot auf dem Weltmarkt ist weiter das beherrschende Thema. Das Ölkartell Opec hat unter Führung von Saudi-Arabien nicht mit einer Produktionskürzung auf den monatelangen Preisverfall reagiert. Stattdessen soll mit niedrigeren Preisen die US-Schieferölindustrie aus dem Markt gedrängt werden.

Kommentare (1)

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Herr Thomas Behrends

26.01.2015, 09:07 Uhr

Trotz niedriger Ölpreise sollten alle Ölverbraucher (Wirtschaft, Staat und Endverbraucher) mit dieser wertvollen Resource effizient umgehen. Es gibt keinen Grund dafür jetzt diesen Rohstoff zu verschwenden.

Positiv zu bewerten ist, dass die umweltfeindliche US-Schieferöl-Produktion aufgrund der zu hohen Förderkosten in die Schranken gewiesen wird.

In der Folge allerdings auch die ineffiziente russische (Verschwendungsölproduktion!). 1/3 Russlands steht unter Öl hieß es einmal in einem Bericht. Kein Mensch beschwert sich über diese Umweltzerstörung! Warum?

Ein paar Monate noch und Russland muss klein beigeben.

Diesem immensen Druck ist kein Staat dieser Erde gewachsen. Auch die USA werden Probleme haben. Ihr großer Verbündeter spielt sein eigenes Spiel.

Inwieweit das Verhalten der Saudis mit den USA abgestimmt ist lässt sich nicht eindeutig klären.

Sollte Russland und seine agressive Krim und Ukraine Politik gemeint sein, so stellt sich die Angelegenheit zumindest vorübergehend als Schuss ins Knie für die USA dar.

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