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08.02.2016

06:12 Uhr

Ölpreisverfall

Her mit dem Geld!

VonMatthias Streit, Alexander Busch, Thomas Hanke, Frederic Spohr, Pierre Heumann

Wolfgang Schäuble und Barack Obama wollen zusätzliche Steuern auf Benzin oder Öl einführen. Auch in anderen Ländern gibt es seit dem Ölpreisverfall Begehrlichkeiten. Manche Staaten haben jedoch ganz andere Probleme.

Die fallenden Ölpreise wecken Begehrlichkeiten. Sowohl Verbraucher als auch die Ölindustrie müssen teils hohe Abgaben zahlen. dpa

Begehrtes Öl

Die fallenden Ölpreise wecken Begehrlichkeiten. Sowohl Verbraucher als auch die Ölindustrie müssen teils hohe Abgaben zahlen.

DüsseldorfRichtig dicke Freunde werden Barack Obama und die Ölindustrie wohl nicht mehr. Erst legt er sein persönliches Veto gegen den Bau des Keystone XL-Projektes ein, einer riesigen Pipeline, die Öl aus Kanada in die Raffinerien der USA transportieren sollte. Nun hat er mit der Idee einer neuen Steuer für Ölkonzerne für weiteren Unmut gesorgt.

Seine Vorstellung: Je Barrel Öl sollen die Unternehmen zehn Dollar Abgabe zahlen. Mit der Sondersteuer möchte Obama ein „Transportsystem des 21. Jahrhunderts“ finanzieren. Die Ölsteuer soll im Laufe von zehn Jahren immerhin 300 Milliarden Dollar einbringen.

Für reichlich Furore sorgte auch Bundesfinanzminister Wolfgang Schäubles Vorschlag, in der EU eine zusätzliche Benzinsteuer zu erheben. Er wollte damit die Sicherung der EU-Außengrenzen finanzieren. Weil es von vielen Seiten Kritik gab, legte man den Vorschlag entsprechend schnell ad acta.

Die deutsche Diskussion und auch der Vorstoß Obamas zeigen, dass der fallende Ölpreis in viele Ländern mit sinkenden Benzinpreisen Begehrlichkeiten weckt. Andere Länder haben jedoch ganz andere Probleme. Handelsblatt Online hat exemplarisch in einigen G20-Staaten nachgeschaut.

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