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12.09.2011

03:03 Uhr

Ölproduktion

In Libyen fließt wieder das schwarze Gold

Seit rund sechs Monaten tobt in Libyen der Bürgerkrieg. Er hat die Ölproduktion praktisch zum Erliegen gebracht. Das führte zwischenzeitlich sogar dazu, dass die IEA ihre Reserven anzapfte. Nun gibt es Hoffnung.

Das Verteilerkreuz einer Ölleitung auf dem Ölfeld As Sarah in Libyen (Archivbild). dpa

Das Verteilerkreuz einer Ölleitung auf dem Ölfeld As Sarah in Libyen (Archivbild).

TripolisNach dem Machtwechsel in Libyen hat das vom Bürgerkrieg verwüstete Land seine Ölproduktion wieder angeworfen. Der Chef der Übergangsregierung, Mahmud Dschibril, sagte am Sonntag, mit der Förderung sei bereits am Samstag wieder begonnen worden. Er machte keine Angaben zu Ort und Mengen, sondern ergänzte lediglich, die Produktion werde in naher Zukunft erhöht.

Libyen hält die größten Ölreserven Afrikas. Vor Beginn der Unruhen gegen den inzwischen gestürzten Machthaber Muammar Gaddafi verkaufte das Land 85 Prozent seiner Exporte nach Europa. Im Zuge des sechsmonatigen Bürgerkriegs war die Förderung praktisch zum Erliegen gekommen.

Mittlerweile stehen europäische Ölgesellschaften wie die italienische Eni und die österreichische OMV in den Startlöchern, um ihre Produktion wieder hochzufahren.

Dschibril kündigte ferner die baldige Bildung einer neuen Übergangsregierung an. Darin sollen alle Regionen des Landes vertreten sein. Ziel ist es, aufkeimende regionale Rivalitäten zu beruhigen.

Von

rtr

Kommentare (3)

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Heini

12.09.2011, 05:48 Uhr

Ja dann ist ja alles in Ordnung, Hauptsache das Öl läuft jetzt wieder in westliche Richtung. Durch das militärische Eingreifen der Nato hat diese das schwarze Gold wieder unter Kontrolle und China ist abgeschnitten. Was schon ein paar Zehntausend Opfer wert. Oder?

Fadenkreuz

12.09.2011, 06:10 Uhr

Frankreich, Italien und Co hatten ihre Gruende diesen Krieg zu fuehren.
.
Die Grande Nation kann endlich wieder Imperialist sein!!!

Account gelöscht!

12.09.2011, 10:52 Uhr

Der "arabische Frühling" wird damit enden dass in allen diesen Länder die Islamisten die Machtlücke füllen werden. Und wenn dan erst die Ressourcen ausgehen in diesen Länder, vorab das ÖL, dann beginnt das ganz grosse Töten erst richtig. Dann werden auch auf Europa heisse Zeiten zukommen, insbesondere bei der Sache Migration.

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