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03.12.2015

09:30 Uhr

Opec-Treffen in Wien

Saudis wollen Ölpreis-Absturz stoppen

Die Opec-Staaten sollen weniger Öl fördern – das möchte zumindest Saudi-Arabien. Beim Treffen der Ölminister am Freitag in Wien will das Land Druck machen. Händlern macht das offenbar Mut – der Ölpreis steigt.

Die Opec liefert derzeit rund ein Drittel des weltweiten Rohöls. dpa

Opec

Die Opec liefert derzeit rund ein Drittel des weltweiten Rohöls.

WienSaudi-Arabien arbeitet an einem Vorschlag für eine Stabilisierung des Ölmarktes. Dieser sieht unter anderem die Forderung an die Mitglieder der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) Iran und Irak vor, ihre Produktion zu senken, berichtet der Branchendienst „Energy Intelligence” am Donnerstag. Konkret heißt es, dass die gesamte Opec-Produktion um rund eine Million Barrel pro Tag reduziert werden könnte.

Auch Produzenten, die nicht Mitglied der Organisation erdölexportierender Länder sind wie Russland, würden einbezogen. Der Vorschlag wäre das erste konkrete Kompromiss-Signal Saudi-Arabiens, das sich bislang Forderungen nach einer Intervention zum Stopp des Ölpreisverfalls widersetzt hat.

Der Haken: Es wird wohl ziemlich schwer sein, den Vorschlag konkret umzusetzen. Denn die Opec-Staaten streiten sich darüber, welches Mitglied nun seine Ölproduktion drosseln soll und wie stark. Noch lässt Saudi-Arabien seine Ölproduktion auf Hochtouren laufen, um seinen Marktanteil zu verteidigen.

Dabei hat sich der Preis für den fossilen Rohstoff seit Juni 2014 fast halbiert – ein herber Rückschlag für die auf die Gelder aus der Förderung angewiesenen Staaten. Vor allem der Fracking-Förderbooms in den USA sorgt für ein Überangebot des Energieträgers. Hinzukommt, dass Schwellenländer – allen voran China – auf der Konjunkturseite schwächeln und deshalb auch weniger Öl nachfragen.

An diesem Freitag wollen die Opec-Ölminister bei ihrem halbjährlichen Treffen in Wien über die zukünftige Förderpolitik des Kartells beraten. Experten sind skeptisch, dass es dabei tatsächlich zu einer Änderung des Förderziels kommen wird.

Kommentare (7)

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Account gelöscht!

03.12.2015, 09:38 Uhr

Saudi Arabien und die Arabische wie auch der gesamte Nahe- und Mittlere Osten bekommen nur kalte Füsse. Wenn der Krieg und Terror nämlich in diesen Ländern weiter anhält und unter fantaischen Islamisten weiter verstärkt werden, dann werden diese Länder als instalibel Lieferländer / Regionen eingestufft. Der weltweite Oelmarkt wird dann darauf reagieren und sich stabilere und sichere Lieferländer und Regionen suchen. In einer Welt des Oelüberfluss (auch dank Fracking) sind die beziehenden Oelländer nicht mehr länger auf die arabische Welt angewiesen.

Herr Hellmutt Bimbes

03.12.2015, 09:39 Uhr

Ah, wird jetzt bei den Terror-Brüdern in Saudi-Arabien das Geld knapp?

Dann hätten die mal nicht so viel den IS-Köppe-Abschneidern zukommen lassen sollen.

Saudi-Arabien ist klamm und musste vor kurzem zum ersten Mal in der Geschichte eine Anleihe auf den Markt werfen um den Haushalt zu finanzieren. Die Öl-Einnahmen reichen aktuell dazu nicht mehr aus.

Herr Vinci Queri

03.12.2015, 10:51 Uhr

>> Dieser sieht unter anderem die Forderung an die Mitglieder der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) Iran und Irak vor, ihre Produktion zu >>

Die Saudis, genau so wie die Türken, ein HANDLAGER der Terroristen, haben weder auf den Irak noch auf den Iran einen Einfluß.

Über den Ölpreis entscheiden zur Zeit immer noch die Yankees.

Und die Yankees werden den Ölpreis weiterhin in den Keller treiben....sie wollen ja damit die Russen auf die Knie zwingen. Und von dem Ziel rücken sie nicht mehr ab, dafür spricht auch die Verlängerung der Sanktionen gegen die Russen ! Die Europäischen Dackel machen natürlich voll mit .

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