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29.11.2016

13:26 Uhr

Opec-Treffen

Ölstaaten können sich wohl nicht einigen

Die Ölpreise fallen am Dienstag. Ein lange als sicher geltender Kompromiss der Öl fördernden Staaten, ist ins Wanken geraten. Einige Länder wehren sich gegen Druck aus Saudi-Arabien.

Öl-boom Stop

Historische Entscheidung: Obergrenze bei Ölforderung

Öl-boom Stop: Historische Entscheidung: Obergrenze bei Ölforderung

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SingapurDie Zeichen vor der wichtigen Tagung der Opec-Länder zur Stabilisierung des Ölpreises stehen nicht auf Einigung. Ein Vorbereitungstreffen endete am Montagabend ohne Annäherung. Es seien keine konkreten Details für eine Förderkürzung beschlossen worden, sagte ein Vertreter des Ölkartells der Nachrichtenagentur Reuters.

Vor allem Iran und Irak stemmen sich gegen den Druck Saudi-Arabiens. Sie wollen nicht weniger Öl produzieren. Der Preis für das Schwarze Gold fiel am Dienstag um mehr als zwei Prozent. Iran will Marktanteile zurückgewinnen, nachdem die jahrelangen Sanktionen gegen das Land im Zuge des Atomstreits aufgehoben wurden. Dies sei der Wille des Volkes, zitierte die iranische Nachrichtenagentur Shana Ölminister Bidschan Sanganeh.

Die größten Erdölproduzenten (2016)

Opec als größter Rohölproduzent

Die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) stellt mehr als ein Drittel des weltweit produzierten Rohöls bereit. Ihre 14 Mitgliedsstaaten sitzen auf mehr als 70 Prozent aller Ölreserven.

Quelle: dpa

Opec II

Laut einer Analyse des Energiekonzerns BP produzierte die Opec 2014 knapp 37 Millionen Barrel Öl und verwandte Produkte am Tag. Weltweit wurden 89 Millionen Barrel am Tag produziert. Die Größten Ölproduzenten im Überblick:

USA

12 Millionen Barrel

Saudi-Arabien

Zwölf Millionen Barrel

Russland

Elf Millionen Barrel

China

Vier Millionen Barrel

Kanada

Vier Millionen Barrel

Von den früheren Iran-Sanktionen profitierte am Ölmarkt vor allem der Erzrivale des Landes in der Region, Saudi-Arabien. Irak braucht dringend höhere Einnahmen aus dem Ölgeschäft, um den Kampf gegen die Extremisten-Miliz IS zu finanzieren.

„Die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einer Opec-Kürzung kommt, ist sehr gering“, sagte der Chef-Rohstoffanalyst der Großbank SEB, Bjarne Schieldrop. Er verwies vor allem auf die Pläne Irans und Iraks. Die US-Investmentbank Goldman Sachs erwartet bis Mitte 2017 durchschnittlich einen Ölpreis von 45 Dollar pro Fass. Am Dienstag kostete die Marke Brent rund 47 Dollar.

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29.11.2016, 13:55 Uhr

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