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25.11.2015

11:27 Uhr

OPEC

Warum der Ölpreis nicht so bald steigen wird

Anfang Dezember berät die Opec erneut über seine Strategie für den Ölpreis. Deutlich Aufwärtstrends sind jedoch nicht zu erwarten. Denn die Förderung des Staatenverbunds könnte sich sogar erhöhen.

Analysten rechnen nicht damit, dass die Opec ihre Ölförderung reduziert. AFP

Pumpen, pumpen, pumpen

Analysten rechnen nicht damit, dass die Opec ihre Ölförderung reduziert.

Es braucht mehr als einen Rohölpreis von nur 40 Dollar je Barrel, um die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) zu einem Sinneswandel zu bewegen. Das ergab eine Umfrage unter Analysten vor dem Treffen der Organisation erdölexportierender Staaten am 4. Dezember in Wien.

Dabei ist der Preis im vergangenen Jahr drastisch gesunken. Seitdem die Opec vor einem Jahr beschlossen hat, ihren Marktanteil zu verteidigen und weiter ungebremst Öl aus dem Boden zu Pumpen, hat sich der Preis für Rohöl nahezu halbiert. Das schmälerte die Einnahmen der Opec-Mitgliedsstaaten um fast eine halbe Billion Dollar. Unbeirrt davon wird die Gruppe an ihrer Strategie festhalten, erwarten 30 von Bloomberg befragte Analysten und Händler.

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Saudi-Arabien, das größte Förderland der Opec, scheint fest entschlossen, die US-Schieferölförderer aus dem Markt drängen. Funktionieren soll das dank dem großen Angebotsüberhang, der aktuell am Ölmarkt herrscht – und den Ölpreis niedrig hält. Die Taktik des Königreichs erzielt nach Angaben der Internationalen Energieagentur (IEA) „die beabsichtigte Wirkung“. Das Angebot aus nicht-OPEC-Ländern laufe auf den stärksten Rückgang seit dem Zerfall der Sowjetunion zu.

„Es gibt keinen Grund, irgendeinen Gesinnungswandel zu erwarten“, sagt Antoine Halff, Senior Fellow am Center on Global Energy Policy der New Yorker Columbia-Universität. „Die Strategie geht auf, sie löst das Problem bloß einfach nicht über Nacht. Der Markt richtet sich neu aus. Es gibt Druck auf die Schieferölproduktion, aber das braucht Zeit.“

Einigen OPEC-Mitgliedern sind die Kosten der Strategie jedoch zu hoch. Staaten wie Venezuela, Algerien oder Iran sträuben sich gegen den seit November 2014 ausgeführte Strategie Saudi-Arabien.

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