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18.04.2013

14:42 Uhr

Papier-Gold fällt

Kleinanleger greifen bei „echtem“ Gold zu

Der Kursverfall des Papier-Goldes geht weiter. Doch während Großanleger Gold abstoßen gehen Kleinanleger auf Schnäppchenjagd nach physischem Gold. Ein berichtet sogar vom Verkauf einer „Monster Box“.

Verbraucher in Thailand greifen aufgrund niedriger Preise bei Gold zu. Kleinanleger jagen nun nach Goldschnäppchen. Reuters

Verbraucher in Thailand greifen aufgrund niedriger Preise bei Gold zu. Kleinanleger jagen nun nach Goldschnäppchen.

FrankfurtDer Ausstieg der Großinvestoren aus dem weltgrößten Gold-ETF-Fonds, SPDR Gold Trust, geht unvermindert weiter. Per Mittwochabend fielen die Bestände erneut um rund ein Prozent und damit auf den niedrigsten Stand seit April 2010.

Doch während die Großanleger Gold abstoßen, sind die Kleinanleger derzeit auf Schnäppchenjagd - und das nicht nur in Europa, wo physische Goldhändler am Vortag schon über einen Ansturm auf Gold- und Silbermünzen berichtet hatten. Auch in den USA reißen die Sparer den Händlern den „American Eagle“ regelrecht aus den Händen: Allein am Montag und Dienstag wurden 77.000 Unzen Goldmünzen verkauft - mehr als im März insgesamt, als der Absatz bei 62.000 Unzen gelegen hatte.

Die Goldreserven der Staaten

USA

Goldschatz: 8.133,5 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 75,7 Prozent

Stand: Januar 2014

Deutschland

Goldschatz: 3.387,1 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 72,8 Prozent

Internationaler Währungsfonds (IWF)

Goldschatz: 2.814 Tonnen

Italien

Goldschatz: 2.451,8 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 72,1 Prozent

Frankreich

Goldschatz: 2.435,4 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 70,5 Prozent

China

Goldschatz: 1.054,1 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 1,7 Prozent

Schweiz

Goldschatz: 1.040,1 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 10,6 Prozent

Russland

Goldschatz: 1.015,1 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 9,5 Prozent

Japan

Goldschatz: 765,2 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 3,2 Prozent

Niederlande

Goldschatz: 612,5 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 59,7 Prozent

Indien

Goldschatz: 557,7 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 9,9 Prozent

Türkei

Goldschatz: 506,3 Tonnen

Europäische Zentralbank (EZB)

Goldschatz: 502,1 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 32,9 Prozent

„Investoren, die echtes Gold dem Papiergold vorziehen, sehen in dem Preisrückgang eine gute Kaufgelegenheit“, erklärte Edmund Moy, Chefstratege bei Morgan Gold. Händler David Beahm vom Münzhandelshaus Blanchard & Co in New Orleans berichtete von einem Kunden, der gleich eine „Monster-Box“ mit 500 Gold-Unzen gekauft habe, die normalerweise an Großhändler veräußert wird, die das Gold dann Unze für Unze verkaufen.

Viele US-Kleinanleger legen sich zudem den American Eagle auch als Silbermünze oder die kanadischen „Maple Leaf“-Münzen auf die hohe Kante. Am Goldmarkt in London stabilisierte sich im Tagesverlauf der Goldpreis. Eine Feinunze kostete mit 1392,96 Dollar 1,2 Prozent mehr als am Vorabend. An der Comex notierte der US-Gold-Future mit 1392,9 Dollar knapp ein Prozent höher. Am Morgen war der Feinunzen-Preis zeitweise noch um 2,7 Prozent auf 1339,86 Dollar gefallen.

Von

rtr

Kommentare (2)

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investmentlegende

18.04.2013, 15:53 Uhr

Gold bleibt Gold,alles eine Frage des Einstiegspreises.Gold kommt von 260$ in 01(Stand Ende März 01).Damit hat Gold die "Aktie" klar outperformt.

Account gelöscht!

18.04.2013, 16:18 Uhr

Gold ist auch noch steuerfrei...

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