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23.11.2011

11:57 Uhr

Polnische Währung

Interventionsgerüchte geben Zloty Auftrieb

Der polnische Zloty hat von Gerüchten um Stützungskäufe der Zentralbank profitiert. Weitere große Kursverluste seien nicht mehr zu erwarten. Die polnische Notenbank hielt sich bedeckt.

Der Zloty hat von Spekulationen um Stützungskäufe profitiert. dpa

Der Zloty hat von Spekulationen um Stützungskäufe profitiert.

FrankfurtSpekulationen um Stützungskäufe der Zentralbank haben den polnischen Zloty am Mittwoch Auftrieb gegeben. Ein Euro verbilligte sich auf 4,438 Zloty, nachdem er zuvor auf bis zu 4,4766 Zloty gestiegen war. Die polnische Notenbank wollte sich zu den Gerüchten nicht äußern, betonte aber auf Nachfrage, dass durch das Marktumfeld die Wahrscheinlichkeit einer Intervention gestiegen sei. Es wäre der vierte Eingriff in weniger als drei Monaten. Weitere größere Kursverluste des Zloty seien derzeit nicht zu erwarten, betonte ein Börsianer. Denn viele Investoren rechneten mit erneuten Stützungskäufen.

Der östliche Nachbar Deutschlands kämpft mit einer hohen Inflation und einer Abkühlung der Konjunktur. Die Notenbank befürchtet, dass eine Abwertung der Landeswährung Importe vor allem von Öl und Gas verteuert und die Preise damit zusätzlich nach oben treibt.

Wegen Rezessionsängsten und der Furcht vor einer Ausbreitung der europäischen Schuldenkrise zogen sich Anleger aus den meisten anderen osteuropäischen Währungen zurück. Der Euro gewann zum rumänischen Leu 0,3 Prozent, zur tschechischen Krone 0,6 Prozent und zum Forint sogar ein Prozent. „Bei wachsender Risikoscheu entwickelt sich der Forint immer unterdurchschnittlich, weil Ungarn als Schwachstelle der Region gilt“, sagte ein Börsianer. Investoren befürchten, dass die Bonität auf „Ramsch-Status“ heruntersetzt wird. Aktuell liegt die Note mit „BBB“ noch zwei Stufen darüber.

Von

rtr

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