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09.04.2013

11:32 Uhr

Preise ziehen an

Anleger greifen bei Rohstoffen zu

In China wird eine Verknappung der Nachfrage weniger wahrscheinlich. Im rohstoffhungrigen Land ist die Inflationsrate zurückgegangen. Anleger setzen auf eine stärkere Nachfrage und lassen die Preise steigen.

Rollen mit Kupferdraht. Die Rohstoffpreise legen breitflächig zu. dpa

Rollen mit Kupferdraht. Die Rohstoffpreise legen breitflächig zu.

FrankfurtAn den Rohstoffmärkten überwog am Dienstag im frühen Handel klar der Aufwärtstrend über alle Segmente hinweg. In China war die Inflationsrate im März von einem Zehn-Monats-Hoch zurückgegangen. Damit dürfte in China die Verknappung der Nachfrage über eine restriktive Kreditpolitik weniger wahrscheinlich werden. China ist der größte Verbraucher von Kupfer und Öl weltweit.

Der Ölpreis der US-Sorte WTI zur Lieferung im Mai kostete zuletzt 93,56 - ein Plus von 0,2 Prozent gegenüber dem Vortag. Öl der Sorte Brent wurde bei 105,06 Dollar gehandelt, 0,4 Prozent mehr als am Vortag.

Irans größte Ölabnehmer

China

China kaufte im ersten Halbjahr 2011 22 Prozent des iranischen Öls auf - will allerdings weg von der großen Abhängigkeit von Iran. Stattdessen wird unter anderem Saudi Arabien zu einem immer wichtigeren Lieferanten. Schon als der Iran-Konflikt im vergangenen Herbst brodelte, drosselte China seine Investitionen in die örtliche Öl- und Gasindustrie.

EU

Die EU nimmt dem Iran 18 Prozent seiner Ölvorräte ab. Aus EU-Sicht ist diese Menge allerdings nicht allzu groß: Im ersten Quartal 2011 importierten die 27 EU-Staaten insgesamt 896 Millionen Barrel Rohöl. Davon kamen 4,4 Prozent aus dem Iran.

Japan

14 Prozent seines Öls liefert Iran an Japan, den drittgrößten Ölverbraucher der Welt.

Indien

Iran exportiert 13 Prozent seiner Ölproduktion an Indien - doch auch in diesem Geschäftsverhältnis hat es in den vergangenen Monaten gekriselt, als Indien mit Zahlungen für geliefertes Öl in Verzug geriet.

Südkorea

Zehn Prozent seiner Ölproduktion liefert Iran an Südkorea. Das sind gleichzeitig auch zehn Prozent des südkoreanischen Bedarfs. Das Land halte Ausschau nach alternativen Lieferanten, berichten Experten.

Türkei

Sieben Prozent des iranischen Öls gehen an die Türkei. Diese ist damit besonders von den Lieferungen aus dem Nachbarland abhängig: Die Türkei bezieht 30 Prozent ihres Ölbedarfs aus Iran.

Gold notierte bei 1.575,67 Dollar je Unze um 0,1 Prozent fester. Drei-Monats-Kontrakte auf Kupfer an der London Metal Exchange kletterten 1,1 Prozent und notierten bei 7.534,75 Dollar je Tonne. In Chile komme es zu produktionsbedingten Unterbrechungen beim Kupferabbau in der von Anglo American Plc and Xstrata Plc betriebenen Collahuasi Mine, sagte John MacKenzie, der für Kupfer verantwortliche Manager bei Anglo American in London am 5. April. Hinzu kommt der erste landesweite Streik der Bergleute im Kupferabbau in Chile am Dienstag.

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