Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

28.05.2013

17:02 Uhr

Preisverfall

Hedgefonds sehen beim Goldpreis schwarz

Gold hat in diesem Jahr bereits rund 17 Prozent an Wert verloren. Und der Preisrückgang könnte sich weiter verschärfen. Manche Analysten sehen den Wert des Edelmetalls bis in fünf Jahren auf unter 1000 Dollar sinken.

Vergangene Woche war die 60-Tages-Volatilität für Gold auf den höchsten Wert seit Dezember 2011 geschnellt. Reuters

Vergangene Woche war die 60-Tages-Volatilität für Gold auf den höchsten Wert seit Dezember 2011 geschnellt.

Hedgefonds sind beim Goldpreis derzeit so wenig optimistisch wie seit über fünf Jahren nicht mehr. Spekulationen dazu, wie viel Geld die Notenbanken zur Belebung der Konjunktur drucken werden, haben das Edelmetall zu einem Spielball gemacht - und die Preis-Volatilität auf ein 17-Monats-Hoch hochschnellen lassen.

Vermögensverwalter senkten ihre Netto-Long-Positionen um neun Prozent auf 35.686 Futures und Optionen, wie die jüngsten Daten der U.S. Commodity Futures Trading Commission mit Stand vom 21. Mai belegen. Das ist der niedrigste Wert seit Juli 2007. Der Bestand an Short-Kontrakten kletterte um 6,7 Prozent auf einen Rekordstand von 79.416.

In der vergangenen Woche war die 60-Tages-Volatilität für das Edelmetall auf den höchsten Wert seit Dezember 2011 geschnellt. „Gold wird von so vielen Dingen beeinflusst. Das führt dazu, dass es umhergeschubst wird von den ganzen Faktoren”, sagte Dan Denbow, ein Fonds-Manager bei dem eine Milliarden Dollar schweren USAA Precious Metals & Minerals Fund. „Das macht es unmöglich, die Richtung zu bestimmen.”

Nach Einschätzung von Ric Deverell, Chef für Rohstoff-Analysen bei der Credit Suisse, dürfte das Edelmetall „zerquetscht” werden und in einem Jahr bei 1100 Dollar und in fünf Jahren unter 1000 Dollar gehandelt werden.

Die Gold Futures könnten auf den tiefsten Stand seit 2010 fallen, prognostiziert die Analysegesellschaft JSC Corp. im Rahmen einer technischen Analyse. Voraussetzung dafür sei, dass der Preis das Tief vom 16. April bis Ende Juni durchbricht. Sollten die Terminkontrakte in den kommenden Wochen unter 1321,50 Dollar je Unze sinken, dürften der Preis auf die im April 2010 erreichten 1155,80 Dollar nachgeben, sagte JSC-Analyst Takaki Shigemoto. Damit könnte sich der im vergangenen Monat eingeläutete Bärenmarkt fortsetzen.

Gold hat in diesem Jahr rund 17 Prozent an Wert verloren. Der Preisrückgang könnte sich verschärfen, sollte die US-Notenbank beginnen, im weiteren Verlauf des Jahres ihre Maßnahmen zur Ankurbelung der Wirtschaft zurückzufahren, fügte der Analyst hinzu.

Kommentare (29)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Schwabengold

28.05.2013, 17:19 Uhr

Wer hat Interesse an einem niedrigen Goldpreis?
Welche Aufgaben/Interessen haben Hedgefonds?

Ich denke die Antwort kann sich jeder selbst denken.
Wir werden es erleben.

zappenduster

28.05.2013, 17:25 Uhr

Jeden Tag treibt HO eine neue Sau durchs Gold-Dorf. Hört auf mit dem Scheiß, 3 Artikel, 5 verschiedene Meinungen.

Zahlmeister

28.05.2013, 17:34 Uhr

Wenn die südlichen EU-Staaten zu einer soliden Haushaltsführung gefunden haben und die Wirtschaft dort wieder floriert, wird Gold noch viel weiter fallen.
Wenn dann die EU erst richtig demokratisch ist, geht es mit Gold noch weiter bergab. Gut, dass wir so weise Analysten und Politiker haben.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×