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16.05.2013

15:33 Uhr

Probleme durch Preisverfall

US-Milliardär verliert Millionen mit Gold

Alles richtig gemacht: Der Milliardär George Soros hat Goldpositionen aufgelöst – bevor der Preis einbrach. Nicht so viel Glück hatte ein anderer Starinvestor. Hätte er mal auf den Pessimisten Warren Buffett gehört.

Milliardär Soros: Richtiger Riecher. Reuters

Milliardär Soros: Richtiger Riecher.

New YorkDer Milliardär George Soros gehörte ebenso wie Northern Trust und Blackrock zu den Investoren, die ihre Positionen in börsennotierten Goldprodukten verringert haben, bevor der Goldpreis im April in einen „Bärenmarkt“ abrutschte. Der Hedge-Fonds-Manager John Paulson behielt dagegen seine Bestände und verlor im ersten Quartal rund 165 Millionen Dollar.

Soros Fund Management LLC verringerte sein Investment in den SPDR Gold Trust zum 31. März gegenüber dem Vorquartal um zwölf Prozent auf 530.000 Aktien. Das geht aus einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission hervor. Fonds von Northern Trust und Blackrock reduzierten ihre Bestände um mehr als die Hälfte. Paulson & Co., der größte SPDR-Investor, hielt 21,8 Millionen Aktien, während Schroder Investment Management Group 2,1 Millionen Anteile kaufte.

Der Goldpreis, der 2011 einen Rekordhoch erklommen hatte, fiel im vergangen Monat in einen Bärenmarkt. Das sorgte für Wertverluste von 42 Milliarden Dollar bei den Vermögenswerten der ETP (Exchange Traded Products) in diesem Jahr, wie Daten von Bloomberg zeigen. Eine Reihe von Investoren verliert Vertrauen in das Edelmetall als Hort für den Werterhalt ihres Vermögens.

Emnid-Umfrage: 41 Prozent der Deutschen halten Gold für sehr sicher

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Die Umfrage hat einen Schönheitsfehler.

In Anbetracht der Rekordjagden an den Aktienmärkten und den beispiellosen geldpolitischen Anreizen der Zentralbank zur Ankurbelung der Konjunktur, die dennoch bislang nicht zu einem Anstieg der Inflation geführt haben, wechseln sie in riskantere Anlagen. Nach der längsten Rally seit neun Jahrzehnten steht der Goldpreis vor dem ersten jährlichen Minus seit dem Jahr 2000.

„Es ist eine ziemlich üble Zeit für Gold-Investoren, da der Preis fällt, während die Aktienkurse weiter klettern“, sagte Michael Gayed, Co-Portfoliomanager des ATAC Inflation Rotation Fund bei Pension Partners in New York, in einem Telefoninterview mit Bloomberg News. „Der emotional doppelte Rückschlag hat die Verkäufe geprägt.“

Kommentare (28)

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Gast

16.05.2013, 15:56 Uhr

„Wenn es auf 800 Dollar fällt, würde ich nicht kaufen. Es liegt nur da und du wartest darauf, dass dir jemand mehr dafür zahlt.“

Nein, werter Herr Buffett, das ist nicht der (derzeitige) Sinn von Gold.

Account gelöscht!

16.05.2013, 16:01 Uhr

Drum findet man in Schatzkisten usw ja auch immer Staatsanleihen oder Aktien oder andere Wertpapiere, nicht wahr?

Ich weiss jedenfalls was ich vor 100 Jahren mit einem Goldbarren hätte kaufen können und ich weiss was ich heute dafür kaufen könnte.....wie siehts mit den damaligen Geldscheinen bzw. Währungen aus? Was könnte ich heute mit dem Geld von damals kaufen? Was könnte ich mit 5 Millionen Reichs, oder DDR MArk heute kaufen?

Oh....Moment mal :D

Account gelöscht!

16.05.2013, 16:07 Uhr

Jetzt werden an dieser Stelle wieder alle Goldanleger aus der Deckung kommen und behaupten, der Preisrutsch beim Gold wurde durch das sogenannte "Papiergold" ausgelöst. Man wolle den Goldpreis gezielt drücken.
Da muss ich den Anhängern von Verschwörungstheorien durchaus Recht geben. Es ist so.
Was man jedoch nicht vergessen sollte ist, dass der ungeheure Kursanstieg beim Gold im letzten Jahrzehnt jedoch ebenfalls von denselben Leuten mittels Papiergold ausgelöst wurde.
Ich glaube, in einigen Jahren wird der Goldpreis deutlich niedriger notieren als heute.
Gold wurde vor und während der Bankenkrise physisch vor allem deshalb gekauft, weil man eine Kernschmelze des Finanzsystems mit anschließender Wertlosigkeit des Papiergeldes befürchtet. Dies wird nun wohl nicht eintreten. Folglich löst man die Goldbestände auf und investiert in Sachwerte die laufende Renditen bescheren.

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