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22.02.2013

13:34 Uhr

Raus aus Gold-ETF

US-Anleger verkaufen in Milliardenhöhe

Rund eine Milliarde Dollar haben US-Anleger aus dem größten Indexfonds auf Gold abgezogen. Dafür investieren die Anleger lieber in andere Rohstofffonds. Der Goldpreis wird von der Fed durcheinandergewirbelt.

US-Anleger verlieren das Interesse an Gold-Anlagen. dpa

US-Anleger verlieren das Interesse an Gold-Anlagen.

FrankfurtIn den USA haben Anleger dem weltweit größten börsennotierten Indexfonds (ETF) auf Gold erstmals seit fünf Monaten den Rücken gekehrt. Die Investoren zogen im Januar eine Milliarde Dollar aus dem SPDR Gold Trust ab, wie am Donnerstagabend veröffentlichte Daten des zum Thomson Reuters gehörenden Analysehauses Lipper zeigen. Ermuntert von guten Konjunkturdaten entdeckten Anleger ihre Lust auf Risiko wieder und steckten ihr Geld lieber in andere Rohstofffonds, vor allem in die Produkte von Fidelity, Pimco und Deutscher Bank.

Der Abzug von Geldern aus dem Gold-ETF hielt mit einem Minus von 112 Millionen Dollar auch im Februar an. Allein am Mittwoch reduzierte sich das von SPDR gehaltene Gold um 21 Tonnen - der stärkste Abfluss seit August 2011. Zu dem Zeitpunkt war der Goldpreis massiv unter Druck geraten. In der zweiten Jahreshälfte 2012 hatten Gold-ETFs fast ununterbrochen Zuflüsse verzeichnet, weil sie als Risikoabsicherung beliebt waren.

Goldnachfrage weltweit (in Tonnen)

2003

Schmuck: 2.484
Barren und Münzen: 304
ETFs: -
Industrie: 386
Zentralbanken: -620
Gesamt: 2.594 Tonnen

2004

Schmuck: 2.616

Barren und Münzen: 355

ETFs: 133

Industrie: 419

Zentralbanken: -479

Gesamt: 3.044

2005

Schmuck: 2.719

Barren und Münzen: 396

ETFs: 208

Industrie: 438

Zentralbanken: -663

Gesamt: 3.098

2006

Schmuck: 2.300

Barren und Münzen: 414

ETFs: 260

Industrie: 468

Zentralbanken: -365

Gesamt: 3.077

2007

Schmuck: 2.423

Barren und Münzen: 435

ETFs: 253

Industrie: 476

Zentralbanken: -484

Gesamt: 3.104

2008

Schmuck: 2.304

Barren und Münzen: 869

ETFs: 321

Industrie: 461

Zentralbanken: -235

Gesamt: 3.720

2009

Schmuck: 1.814

Barren und Münzen: 780

ETFs: 623

Industrie: 410

Zentralbanken: -34

Gesamt: 3.593

2010

Schmuck: 2.017

Barren und Münzen: 1.205

ETFs: 382

Industrie: 466

Zentralbanken: 77

Gesamt: 4.147

2011

Schmuck: 1.972

Barren und Münzen: 1.515

ETFs: 185

Industrie: 453

Zentralbanken: 457

Gesamt: 4.582

2012

Schmuck: 1.908

Barren und Münzen: 1.256

ETFs: 279

Industrie: 428

Zentralbanken: 535

Gesamt: 4.405

2013

Schmuck: 2.671

Barren und Münzen: 1.702

ETFs: - 916

Industrie: 354

Zentralbanken: 625

Gesamt: 4.436

2014

Schmuck: 2.457

Barren und Münzen: 1.004

ETFs: - 183

Industrie: 347

Zentralbanken: 588

Gesamt: 4.212

Q1 2015

Schmuck: 601

Barren und Münzen: 253

ETFs: 26

Industrie: 80,4

Zentralbanken: 119

Gesamt: 1.079
Auf das Jahr hochgerechnet: 4.316

Die SPDR-Marke Spyder hält fast 1300 Tonnen Gold, das in Banktresoren gelagert wird und rund 65 Milliarden Dollar wert ist.

Goldpreis am Tropf der Fed

Die Hoffnung auf eine weiterhin lockere Geldpolitik der US-Notenbank Fed hat die Preise an den Rohstoffmärkten zum Wochenschluss gestützt. Der Goldpreis legte am Freitag 0,3 Prozent auf 1579 Dollar je Feinunze zu. Am Vortag war der Goldpreis auf den tiefsten Stand seit sieben Monaten gefallen.

Die Ratings der Euro-Länder

Belgien

S&P Rating: AA
Ausblick: Negativ
Moody's Rating: Aa3
Ausblick: Negativ
Fitch Rating: AA
Ausblick: Stabil

Deutschland

S&P Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Estland

S&P Rating: AA-
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: A1
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: A+
Ausblick: Stabil

Finnland

S&P Rating: AAA
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Frankreich

S&P Rating: AA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aa1
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AA+
Ausblick: Stabil

Griechenland

S&P Rating: B-
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Caa3
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: B
Ausblick: Stabil

Irland

S&P Rating: BBB+
Ausblick: Positiv

Moody's Rating: Ba1
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: BBB+
Ausblick: Stabil

Italien

S&P Rating: BBB
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Baa2
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: BBB+
Ausblick: Stabil

Luxemburg

S&P Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Malta

S&P Rating: BBB+
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: A3
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: A+
Ausblick: Stabil

Niederlande

S&P Rating: AA+
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Negativ

Österreich

S&P Rating: AA+
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Portugal

S&P Rating: BB
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Ba2
Ausblick: Positiv

Fitch Rating: BB+
Ausblick: Negativ

Slowakei

S&P Rating: A
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: A2
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: A+
Ausblick: Stabil

Slowenien

S&P Rating: A-
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Ba1
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: BBB+
Ausblick: Negativ

Spanien

S&P Rating: BBB
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Baa3
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: BBB
Ausblick: Stabil

Zypern

S&P Rating: B
Ausblick: Positiv

Moody's Rating: Caa3

Ausblick: Negativ

Fitch Rating: B-

Ausblick: Stabil

Das Protokoll zur letzten Fed-Zinsentscheidung weckte am Donnerstag Marktspekulationen über ein vorzeitiges Ende der Anleihekäufe durch die Fed. „Jetzt hat es die Fed auch einmal geschafft, den Markt negativ zu überraschen“, hieß es in einer Einschätzung vom Bankhaus Metzler. Derzeit kauft die US-Notenbank jeden Monat Wertpapiere in einem Volumen von 85 Milliarden Dollar, um die Konjunktur stärker in Schwung zu bringen. Im geldpolitischen Ausschuss FOMC wird jedoch auch über die Gefahren der Geldschwemme debattiert. Möglicherweise könnten die Anleihekäufe früher als bislang erwartet beendet werden.

Von

rtr

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