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19.01.2014

09:51 Uhr

Reserven

Bundesbank löst Goldlager in Paris auf

Deutschland holt sich seine Goldbarren aus Frankreich zurück. Einem Bericht zufolge will die Bundesbank ihr Lager in Paris komplett auflösen. Statt dessen soll der wertvolle Schatz in Frankfurt gelagert werden.

Die Bundesbank will ihr Depot in Paris endgültig schließen. dpa

Die Bundesbank will ihr Depot in Paris endgültig schließen.

Berlin/FrankfurtIm Zuge des Rücktransports großer Goldmengen nach Deutschland will die Bundesbank ihr Lager in Paris nach einem Zeitungsbericht vollständig auflösen. 32 der bisher 37 zurückgeholten Tonnen des Edelmetalls stammten aus dem Depot in der französischen Hauptstadt, schreibt die „Welt am Sonntag“. Dort solle das Lager nicht mehr weiterbestehen. Die übrigen fünf Tonnen kamen den Angaben zufolge aus den New Yorker Depots der US-Zentralbank Fed.

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann hatte den Wert der bis zum Jahresende 2013 aus dem Ausland verlagerten Goldbestände im Dezember auf 1,1 Milliarden Euro beziffert. Anfang des vergangenen Jahres hatte die Bundesbank angekündigt, bis 2020 insgesamt fast 700 Tonnen deutsches Gold zurückzuholen. Dann soll rund die Hälfte der knapp 3400 Tonnen an Goldreserven in Deutschland lagern. Das Edelmetall ging vor allem in den 1950er und 1960er Jahren als Bezahlung hoher deutscher Außenhandelsüberschüsse in den Besitz der Bundesbank über.

Die Goldreserven der Staaten

USA

Goldschatz: 8.133,5 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 75,7 Prozent

Stand: Januar 2014

Deutschland

Goldschatz: 3.387,1 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 72,8 Prozent

Internationaler Währungsfonds (IWF)

Goldschatz: 2.814 Tonnen

Italien

Goldschatz: 2.451,8 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 72,1 Prozent

Frankreich

Goldschatz: 2.435,4 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 70,5 Prozent

China

Goldschatz: 1.054,1 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 1,7 Prozent

Schweiz

Goldschatz: 1.040,1 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 10,6 Prozent

Russland

Goldschatz: 1.015,1 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 9,5 Prozent

Japan

Goldschatz: 765,2 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 3,2 Prozent

Niederlande

Goldschatz: 612,5 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 59,7 Prozent

Indien

Goldschatz: 557,7 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 9,9 Prozent

Türkei

Goldschatz: 506,3 Tonnen

Europäische Zentralbank (EZB)

Goldschatz: 502,1 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 32,9 Prozent

Nach Informationen der Zeitung sollen die Barren aus dem Keller der Fed auf den Standard „London Good Delivery“ umgeschmolzen werden. Mitarbeiter überwachten dies anhand von Listen, damit dasselbe Gold in den Barren enthalten bleibe.

Im Fall der Transporte aus Paris sei ein Umschmelzen nicht nötig, weil die Barren bereits die gewünschte Form hätten. Deshalb sei der Großteil des inzwischen zurückgeholten Goldschatzes auch zügiger aus Frankreich gekommen. Im laufenden Jahr sollen die Transporte aus dem Lager in New York stark zunehmen.

Von

dpa

Kommentare (3)

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Kaufmann

20.01.2014, 10:00 Uhr

Ein Leopard 2 wiegt 62 Tonnen
700 Tonnen entsprechen ungefähr dem Gewicht von etwa 11 Panzern vom Typ Leopard 2. Warum das nicht in einer Woche zu schaffen sein soll, bleibt unerklärlich. Die USA brauchen für den Transport von 11 Panzern aus den USA nach Afghanistan max. 12 Stunden.

Hajo

20.01.2014, 11:55 Uhr

Ist die Geschichte vom Gold in den USA nicht nur eine Mär?
Oder liegt es bereits umgeschmolzen und verkauft in chinesischen Tresoren ?
http://sgtreport.com/2014/01/what-really-happened-to-the-german-gold-stored-in-the-united-states/

Account gelöscht!

20.01.2014, 16:22 Uhr

Das Depot in den USA gehört als erstes geschlossen, aber möglicherweise geht das gar nicht, weil es schon leer ist.
Bundestag beschließt mit einfacher Mehrheit Goldepot in den USA aufzulösen und gibt entsprechende Weisung an die Bundesbank und der Tag der Wahrheit wäre gekommen. Das wird allerdings nicht passieren, die Atlantiker, die fünfte Kolonne der USA, werden schon dafür sorgen.

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