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22.01.2007

15:36 Uhr

Rohöl gibt Anfangsgewinne ab

Nickel notiert auf Rekordhoch

Die Furcht vieler Anleger vor einem Versorgungsengpass hat den Preis für Nickel am Montag auf ein Rekordhoch von 37 350 Dollar je Tonne getrieben. Damit hat sich das für die Herstellung von Stahl benötigte Metall seit Jahresbeginn um rund 4000 Dollar verteuert.



HB FRANKFURT. „Es ist die Kombination aus einem sehr knappen Angebot, sehr niedrigen Lagerbeständen und einer weiterhin starken Nachfrage der Stahlindustrie“, sagte Analyst Wiktor Bielski von Morgan Stanley. Einige Börsianer verwiesen zusätzlich auf einen drohenden Streik in einer kanadischen Nickelmine der Schweizer Bergbaugesellschaft Xstrata. Die frei verfügbaren Nickel-Bestände lagen bei rund 4000 Tonnen. Dies ist etwas mehr als der weltweite Tagesbedarf. Der Preis für die Tonne Kupfer gab dagegen wegen anhaltender Spekulationen auf eine Abkühlung der Weltkonjunktur und eine dadurch verminderten Nachfrage auf 5530 Dollar nach. Damit ist dieses für Stromkabel und Wasserrohre verwendete Metall etwa 800 Dollar billiger als zum Jahreswechsel.

Rohöl gab dagegen seine anfänglichen Kursgewinne ab. Die beiden führenden Sorten Brent und WTI kosteten 53,27 beziehungsweise 52,10 Dollar je Barrel (159 Liter), nachdem die Preise am Freitag wegen einer Kältewelle im Nordosten der USA kräftig zugelegt hatten.

Gold behauptete seine Freitagsgewinne und kostete 634,60 Dollar je Feinunze. „Die Ölpreis-Rally hat dem Edelmetall Auftrieb gegeben“, sagte ein Händler. „Allerdings hat der Dollar zum Yen zugelegt und sich zum Euro behauptet. Das bremst den Aufstieg.“ Bei einem steigenden Ölpreis investieren Anleger aus Furcht vor einer anziehenden Inflation üblicherweise verstärkt Gold. Ein steigender Dollar belastet das Edelmetall dagegen, weil dieser Rohstoff für Anleger außerhalb der USA teurer wird. Hauptabnehmer für Gold sind der Nahe Osten und Indien. Dort werden Ersparnisse häufig in Goldschmuck angelegt.

Der Reuters-Rohstoffindex startete fast unverändert bei 290 Punkten in den Handel. Am Freitag hatte er 1,6 Prozent zugelegt.

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