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30.03.2016

15:10 Uhr

Rohöl und Erdgas

Iran kann Ölausfuhr nicht schnell stark steigern

Der Iran benötigt der Internationalen Energieagentur zufolge nach dem Ende der Sanktionen noch Zeit, um neue Ölvorkommen zu erschließen und an frühere Exportmengen anzuknüpfen.

2011 hatte der Iran insgesamt mehr als drei Millionen Barrel Öl pro Tag exportiert. dpa

Öl-Exporte

2011 hatte der Iran insgesamt mehr als drei Millionen Barrel Öl pro Tag exportiert.

PekingDer Iran benötigt der Internationalen Energieagentur (IEA) zufolge nach dem Ende der Sanktionen noch Zeit, um neue Ölvorkommen zu erschließen und an frühere Exportmengen anzuknüpfen. „Es war irreführend, zu glauben, dass sehr viel neues Rohöl und Erdgas aus dem Iran kurzfristig auf den Markt kommt“, sagte IEA-Chef Fatih Birol am Mittwoch in Peking. Mit den vorhandenen Ölfeldern ließe sich binnen eines Jahres die Produktion um eine halbe Million Barrel (1 Barrel = 159 Liter) pro Tag steigern.

Auf dem Rekordhoch 2011 hatte der Iran insgesamt mehr als drei Millionen Barrel Öl pro Tag exportiert. Mit den schärferen Sanktionen im Jahr darauf sanken die Ausfuhren auf etwas mehr als eine Million. Nach der weitgehenden Aufhebung der Sanktionen im Zuge der Einigung im Atomstreit hatte der Iran gehofft, die Produktion und insbesondere den Export nach Europa schnell wieder hochfahren zu können.

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Angesichts des Überangebots am Markt und der schwachen Wachstumsaussichten in Europa brauche dies Zeit, sagte Birol. Der Iran war einst der zweitgrößte Öl-Exporteur unter den Opec-Ländern. Wegen des weltweiten Überangebots war der Ölpreis von Mitte 2014 bis Januar 2016 um zwei Drittel auf unter 30 Dollar pro Fass (159 Liter) abgestürzt. Zuletzt hat er sich aber auf rund 40 Dollar erholt. Wichtige Öl-Länder wie Saudi-Arabien und Russland schließen eine Deckelung ihre Förderung nicht aus - wenn sich andere Staaten anschließen.

Von

rtr

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