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16.09.2013

17:31 Uhr

Rohstoff-News

Entschärfung der Syrien-Krise drückt Ölpreis

Die Sorge vor einem Militärschlag gegen Syrien ist auf den Ölmarkt nicht mehr spürbar. Nach dem Anstieg der vergangenen Wochen ist der Ölpreis wieder gefallen. Der Goldpreis gibt nach.

Tiefpumpenantrieb einer Erdöl-Förderung. Der Ölpreis hat sich nach der Sorge vor einem westlichen Militärschlag gegen Syrien wieder entspannt dpa

Tiefpumpenantrieb einer Erdöl-Förderung. Der Ölpreis hat sich nach der Sorge vor einem westlichen Militärschlag gegen Syrien wieder entspannt

FrankfurtAn den Rohstoffmärkten haben die Preise für Rohöl am Montagnachmittag im Minus gelegen. Der Kontrakt für Rohöl der US-Sorte West Texas Intermediate war zuletzt bei 106,88 Dollar 1,2 Prozent leichter und das Barrel Brent war mit 109,84 Dollar 1,7 Prozent billiger.

Damit reagierten die Notierungen auf die Entspannung im Syrienkonflikt und die weitgehende Annäherung von Russland und den USA. Die Außenminister beider Länder hatten sich am 14. September auf eine Rahmenvereinbarung zur Zerstörung der syrischen Giftgasbestände geeinigt.

„Der Markt preist die Syrienprämie aus,“ sagte Ric Spooner, leitender Marktanalyst bei CMC Markets in Sydney. Die Vereinbarung „verringere die Möglichkeit einer Eskalation“.

Gold war am Kassamarkt mit 1319,24 Dollar je Unze 0,5 Prozent leichter. Der Preis reagierte damit ebenfalls auf die Entspannung im Syrien-Konflikt. Marktteilnehmer warten nun auf die Fed-Sitzung in dieser Woche. Nach dem schwachen US- Arbeitsmarktbericht für August ist die Möglichkeit einer baldigen Verringerung der US-Anleihekäufe, die als potenziell inflationsfördernd und damit günstig für das Edelmetall gelten, gesunken.

Völlig vom Tisch sind sie allerdings nicht, was derzeit für Unsicherheit und Zurückhaltung sorgt.

„Der Markt versucht, einen Preis mit Blick auf eine beginnende Verminderung der Stützungsaktionen durch die Fed zu finden”, sagte Marktstratege Donald Selkin von National Securities Corp. in New York. Eine mäßige Verringerung der Anleihekäufe dürfte indes eingepreist sein. „Eine Reduzierung der Wertpapierkäufe um 10 Mrd. Dollar pro Monat ist in den Kursen inzwischen weitgehend berücksichtigt”, heißt es in einem Kommentar von Heraeus Edelmetalle vom Montag.

Am Kupfermarkt griffen die wieder optimistisch gestimmten Investoren dagegen gerne zu. Das Industriemetall verteuerte sich um 0,5 Prozent auf 7076 Dollar je Tonne. Die konjunkturelle Lage in Europa, USA und China verbessere sich, sagte Andrew Shaw von der Credit Suisse in Singapur. Noch sei es allerdings zweifelhaft, ob dies ausreiche, um die Preise nach oben zu treiben.

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