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27.09.2011

11:31 Uhr

Rohstoffe

Anleger kaufen wieder Gold

Auf dem Rohstoffmarkt hat sich am Dienstag einiges bewegt: Anleger greifen wieder zu Gold, die Hoffnung auf eine EFSF-Ausweitung gibt Rohöl und Kupfer Auftrieb, während die Trockenheit Weizen und Mais weiter verteuert.

Gold  hat seine Talfahrt der vergangenen Tage beendet. Reuters

Gold hat seine Talfahrt der vergangenen Tage beendet.

FrankfurtNach der zehnprozentigen Talfahrt der vergangenen Tage haben die ersten Investoren am Dienstag die Gelegenheit zum Wiedereinstieg bei Gold genutzt. Eine Feinunze des Edelmetalls kostete mit 1661,19 Dollar 2,1 Prozent mehr als am Vortag. Der US-Gold-Future zog sogar um 4,4 Prozent auf 1665,50 Dollar an. Dies ist der größte Tagesgewinn seit zweieinhalb Jahren.

„Auf dem aktuellen Niveau kaufen die Leute, weil sie davon ausgehen, dass der Kursrutsch der vergangenen Tage nur eine Korrektur war“, sagte Gold-Händler Ronald Leung von Lee Cheong Gold Dealers. Analyst Cameron Alexander von der Thomson Reuters-Tochter GFMS betonte, dass Gold angesichts der weiterhin unklaren Aussichten für die Weltkonjunktur und der anhaltenden europäischen Schuldenkrise nichts von seiner Attraktivität als „sicherer Anlagehafen“ eingebüßt habe. Er gehe davon aus, dass das Edelmetall bis zum Jahresende die Marke von 2000 Dollar ins Visier nehmen werde.

Die Spekulationen um eine Ausweitung des EU-Rettungsschirms EFSF haben auch zahlreichen anderen Rohstoffen Auftrieb gegeben. Ein Barrel der US-Rohölsorte WTI kostete mit 82,66 Dollar drei Prozent mehr als am Montag. Brent-Öl aus der Nordsee verteuerte sich um 1,9 Prozent auf 105,87 Dollar. Bei den Industriemetallen zog der Preis für Kupfer um 1,8 Prozent auf 7395 Dollar je Tonne an. Blei und Zinn , die in den vergangenen Tagen 19 und zehn Prozent verloren hatten, verteuerten sich um jeweils rund 4,5 Prozent auf 1962,50 beziehungsweise 21.210 Dollar.

„In den vergangenen Tagen hat der Markt auf die Lage in der Euro-Zone und den USA überreagiert“, sagte Cameron Alexander, Analyst der Thomson Reuters-Tochter GFMS. Sein Kollege Victor Say vom Research-Haus Informa Global Markets betonte: „Klarheit zu den Plänen in der Euro-Zone ist der Schlüssel. Der Rohöl-Preis schwankt hin und her, abhängig von den Kommentaren aus Europa.

Weiter verteuert haben sich auch Weizen und Mais. Grund ist der Regenmangel in wichtigen Anbaugebieten. Die US-Terminkontrakte verteuerten sich in der Spitze um jeweils knapp zwei Prozent auf 6,5975 beziehungsweise 6,60 Dollar je Scheffel. EU-Weizen zog um bis zu 1,8 Prozent auf 195,75 Euro je Tonne an.

„Die Trockenheit in den USA in den vergangenen zwölf Monaten beeinträchtigt die Weizen-Aussaat für 2012“, sagte Rohstoff-Stratege Luke Mathews von der Commonwealth Bank of Australia. Auch in Argentinien gebe es deutlich zu wenig Regen. Bei Mais sorgten Börsianern zufolge Spekulationen auf eine geplante Bestellung von fünf Millionen Tonnen aus China für zusätzliche Unterstützung.

Von

rtr

Kommentare (1)

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lugundtrug

28.09.2011, 17:35 Uhr

EFSF = Undemokratisch, Unkontrollierbar, man weiß nicht wer dahinter steckt, beherrschbar usw. usf. Finanztechnisch ineffizient. Gesellschaft ohne good will, luxemburgischen Privatrechts mit unzureichend Kapital. Garantien von Staaten wo das Polster limitiert ist.


Privat (von lat. privatus, PPP von privare, „abgesondert, beraubt, getrennt“, privatum, „das Eigene“ und privus, „für sich bestehen) Moderne Raubritter.

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