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14.01.2011

07:55 Uhr

Rohstoffe

Brentöl scheitert beim Sprung über 100 Dollar

Die anhaltenden Probleme an einer Ölleitung in Alaska halten die Ölpreise auf hohem Niveau. Vor allem das europäische Brentöl verteuert sich zunächst weiter und kratzt an der Marke von 100 Dollar. Dann drücken Nachrichten aus Fernost die Preise.

HB DÜSSELDORF. China hat mit seinen weiteren Schritten zur Konjunkturbremsung am Freitag den Ölpreis unter der psychologisch wichtigen Marke von 100 Dollar gehalten. Die chinesische Notenbank kündigte an, mit der Erhöhung des Mindestreservesatzes für Banken den Instituten Geld für die Kreditvergabe zu entziehen. Das Bremsmanöver dämpfte die Lust der Anleger auf Rohstoffe. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent sank im Handelsverlauf um zwei Cent auf 98,04 Dollar. US-Rohöl verbilligte sich sogar um 1,26 Dollar auf 90,14 Dollar.

In China nehmen angesichts des kräftigen Wirtschaftswachstums die Inflationsgefahren zu. Die chinesische Notenbank stemmt sich dagegen. Am Freitag erhöhte sie den Mindestreservesatz für Geschäftsbanken weiter um 0,50 Prozentpunkte auf den Rekordstand von 19 Prozent. Die Erhöhung wird zum 20. Januar wirksam. Dies schürte kurzfristig die Furcht vor einem Konjunkturdämpfer.

Die Ölpreise werden aber weiter durch die anhaltenden Probleme bei einer wichtigen Ölpipeline in den USA auf hohem Niveau gehalten. Die größte Ölleitung Alaskas, die etwa zwölf Prozent der gesamten US- Produktion befördert, wird wegen Reparaturarbeiten heute abermals geschlossen. Die Pipeline war am vergangenen Wochenende wegen eines Lecks komplett ausgefallen und zwischenzeitlich wieder in Betrieb genommen worden.

Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) fiel. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Freitag kostete ein Barrel am Vortag im Durchschnitt 93,96 Dollar, 27 Cent weniger als zur Wochenmitte. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells.

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