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21.08.2012

09:37 Uhr

Rohstoffe

Bürgerkrieg in Syrien stützt Ölpreise

Seit Juni sind die iranischen Ölexporte wegen des EU-Embargos so niedrig wie lange nicht mehr. Das macht sich an den Terminmärkten bemerkbar. Selbst in der Nordsee werden die Fördermengen im September einknicken.

An den Ölmärkten machen sich das EU-Embargo gegen Iran und der syrische Bürgerkrieg bemerkbar. dpa

An den Ölmärkten machen sich das EU-Embargo gegen Iran und der syrische Bürgerkrieg bemerkbar.

FrankfurtDer Bürgerkrieg in Syrien stützt nach Einschätzung von Händlern an den Terminmärkten den Ölpreis. Ein Fass (159 Liter) Nordseeöl der Sorte Brent verteuerte sich am Vormittag um 0,3 Prozent auf rund 114 Dollar. US-Leichtöl der Sorte WTI kostete mit 96,32 Dollar 0,4 Prozent mehr als am Vorabend.

US-Präsident Barack Obama hatte am Vortag Syriens Präsident Baschar al-Assad mit einem Militäreinsatz gedroht, sollte er chemische oder biologische Waffen im Kampf gegen die Rebellen einsetzen. Daneben sorgt auch der andauernde Streit des Westens mit dem Iran um dessen Atomprogramm für Spekulationen auf Versorgungsengpässe. Wegen des EU-Embargos sind die iranischen Ölexporte im Juni und Juli auf etwa 1,1 Millionen Barrel pro Tag von über zwei Millionen Barrel täglich zu Jahresbeginn gefallen, wie in der Branche verlautete.

Laut Händlern wird der Ölpreis derzeit auch von Problemen bei der Förderung in der Nordsee unterstützt. Dort wird im September für mehrere Wochen das größte britische Ölfeld wegen Wartungsarbeiten geschlossen.

Von

rtr

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