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10.06.2011

17:38 Uhr

Rohstoffe

China lässt Öl- und Kupferpreis schwanken

Die neuen Konjunkturdaten aus China haben am Freitag den Ölpreis für ein Fass der Sorte Brent zwischenzeitlich auf ein neues Fünf-Wochen-Hoch steigen lassen. Der Preis für Kupfer ging dagegen leicht zurück.

Das Opec-Treffen bewegt den Ölpreis. Quelle: ap

Das Opec-Treffen bewegt den Ölpreis.

FrankfurtChinesische Konjunkturdaten haben am Freitag die Kurse von Rohöl und Kupfer bewegt. Die Nordsee-Ölsorte Brent am Freitag kletterte zeitweise auf ein Fünf-Wochen-Hoch von 120,07 Dollar je Barrel (159 Liter). Der weltweit zweitgrößte Verbraucher importierte den Angaben zufolge im Mai 20 Prozent mehr Rohöl als im Vorjahresmonat. Damit lagen die Einfuhren den fünften Monat in Folge bei mehr als fünf Millionen Barrel täglich. Gewinnmitnahmen drückten Brent im europäischen Handel aber wieder leicht ins Minus. Ein Fass kostete mit 119,34 Dollar 0,1 Prozent weniger als am Vortag. Das US-Leichtöl WTI notierte 0,7 Prozent schwächer bei 101,13 Dollar.

Der überraschende Rückgang der chinesischen Importe schickte Kupfer unterdessen in den Keller. Eine Tonne des Industriemetalls kostete mit 9010,50 Dollar 0,5 Prozent weniger als am Vortag. Die Einfuhren waren den Angaben zufolge im Mai um drei Prozent zurückgegangen. Analysten hatten nach dem 13,7-prozentigen Einbruch des Vormonats einen leichten Anstieg erwartet. „Wir erwarten allerdings eine deutliche Erholung im Juni“, betonte Analystin Judy Zhu von Standard Chartered in Shanghai. „Ein 20-prozentiger Anstieg ist möglich.“

Bei den Agrar-Rohstoffen sorgte die Aussicht auf ein knappes Angebot für anhaltend hohe Mais-Preise. Der US-Kontrakt verbilligte sich zwar aufgrund von Gewinnmitnahmen um 0,5 Prozent auf 7,8125 Dollar je Scheffel, blieb damit aber in Reichweite seines am Vortag markierten Rekordhochs von 7,93 Dollar. Das US-Agrarministerium USDA hatte am Vortag für die Saison 2011/2012 Mais-Bestände von 112 Millionen Tonnen prognostiziert. Dies ist der niedrigste Wert seit fünf Jahren. „Die Lagerbestände werden 2011/2012 voraussichtlich noch knapper sein als in dieser Saison“, sagte Rohstoff-Stratege Luke Matthews von der Commonwealth Bank of Australia. „Dies deutet auf anhaltend rekordhohe Preise hin.“

Als weiteren Preistreiber für Mais nannten Börsianer die starke Ethanol-Nachfrage. Am Donnerstag war der Spot-Preis für diesen unter anderem aus Mais hergestellten Bio-Kraftstoff im Mittleren Westen der USA um knapp zehn Prozent in die Höhe geschossen. Der Ethanol-Future markierte mit 2,758 Dollar je Gallone ein Drei-Jahres-Hoch.

Die Schwäche des Pfund Sterling machte Gold für britische Investoren so teuer wie noch nie. Das Edelmetall kletterte um bis zu 0,9 Prozent auf 951,78 Pfund je Feinunze (31,1 Gramm), nachdem unerwartet schwache Konjunkturdaten die britische Valuta unter Druck gesetzt hatten. Platin und Palladium markierten mit 1133,56 beziehungsweise 502,74 Pfund neue Drei-Monats-Hochs. In anderen Währungen bewegte sich der Goldpreis dagegen kaum, es kostete 1541,31 Dollar beziehungsweise 1065,30 Euro.

Von

rtr

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