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20.08.2012

09:55 Uhr

Rohstoffe

Debatte über US-Notreserven treibt Ölpreis

Im Moment beherrscht ein Thema die Entwicklung des Ölpreises: Gehen die USA an ihre Notreserven? Zuletzt fiel der Preis für den Rohstoff. Doch nun regt sich Widerstand gegen das Vorgehen der Amerikaner.

Raffinerie im US-Bundesstaat Texas: Zapfen die Amerikaner ihre Reserven an? Reuters

Raffinerie im US-Bundesstaat Texas: Zapfen die Amerikaner ihre Reserven an?

FrankfurtDer Ölpreis ist am Montag gestiegen. Experten verwiesen auf den Widerstand gegen US-Überlegungen, die Öl-Notreserven anzuzapfen. Ein Fass (159 Liter) Nordseeöl der Sorte Brent verteuerte sich um 0,4 Prozent auf 114,20 Dollar. US-Leichtöl der Sorte WTI kostete mit 96,34 Dollar 0,3 Prozent mehr als am Freitagabend.

In Washington war Ende voriger Woche erwogen worden, strategische Ölreserven möglicherweise freizugeben, um damit die hohen Preise für Öl und Benzin zu senken. Zumindest am Freitag gaben die Kurse tatsächlich nach. Die Internationalen Energie Agentur (IEA) hält davon aber wenig, wie IEA-Exekutivdirektorin Maria van der Hoeven am Freitag klar machte. Es gebe keinen Grund für eine Freigabe, hatte sie erklärt. Dem schlossen sich Japan und Südkorea an.
„Der Markt könnte zu der Einschätzung kommen, dass das alles nur verbales Säbelrasseln war“, erklärte ANZ-Analystin Natalie Robertson in Sydney, die insbesondere auf den Widerstand der IEA verwies. Der Brent-Preis ist zuletzt wegen Versorgungsengpässen in der Nordsee stark gestiegen. Dort wird das größte britische Ölfeld „Buzzard“ von September bis voraussichtlich Mitte Oktober wegen Wartungsarbeiten geschlossen.

Von

rtr

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