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07.11.2012

14:05 Uhr

Rohstoffe

Drohendes US-Haushaltsproblem drückt Ölpreis

Öl-Investoren ließen sich nur kurz vom unerwartet klaren Wahlergebnis in den USA beeindrucken. Viele verkauften wegen der drohenden US-Haushaltsprobleme vorsorglich. Nordsee- und WTI-Öl wurden über ein Prozent billiger.

Am Mittwoch verbilligten sich die Öl-Sorten Brent und WTI um jeweils über ein Prozent. dpa

Am Mittwoch verbilligten sich die Öl-Sorten Brent und WTI um jeweils über ein Prozent.

FrankfurtDas unerwartet klare Wahlergebnis in den USA hat Öl-Investoren am Mittwoch nur kurz beeindruckt. Sie fokussierten sich auf die nun drohenden Haushaltsprobleme der USA und verkauften vorsorglich. Ein Fass der europäischen Öl-Sorte Brent verbilligte sich um 1,3 Prozent auf 109,75 Dollar. Amerikanisches WTI-Öl wurde zu 87,83 Dollar und damit 1,5 Prozent günstiger gehandelt.

In den vergangenen beiden Tagen hatte der Ölpreis in der Hoffnung auf ein eindeutiges US-Wahlergebnis ordentlich zugelegt, nun richtete sich der Blick weiter nach vorn. "Da das Repräsentantenhaus in republikanischer Hand bleibt, dürfte eine Lösung der anstehenden Probleme wie das 'fiscal cliff' und die Anhebung der Schuldenobergrenze erschwert werden", hieß es in einem Rohstoffkommentar der Commerzbank. Für den Ölmarkt seien das negative Signale.

Der US-Präsident und der aus Senat und Repräsentantenhaus bestehende Kongress müssen sich bis Januar auf einen neuen Haushaltsplan einigen, ansonsten greifen ab dem neuen Jahr automatische Ausgabekürzungen, Steuererleichterungen enden. Berechnungen zufolge könnten die USA dadurch in die Rezession zurückfallen. Da eine Einigung auf einen neuen Haushalt nur erreicht werden kann, wenn Demokraten und Republikaner zu Kompromissen bereit sind, sehen viele Investoren den Verhandlungen mit Bangen entgegen.

Hurrikan "Sandy" hat unterdessen nach Einschätzung von Analysten die US-Ölversorgung weniger beeinträchtigt als befürchtet. Die Rohöl-Vorräte sanken in der vergangenen Woche leicht, wie jüngste Daten des US-Verbandes der Öl- und Gasindustrie API zeigen. Analysten hatten angesichts der Raffinierie-Schließungen an der Ostküste dagegen mit steigenden Vorräten gerechnet.

Von

rtr

Kommentare (2)

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HofmannM

07.11.2012, 14:38 Uhr

Der Oelpreis sinkt, weil wir in den USA und auf der ganzen Welt zunehmenden im Oel schwimmen. Das Überangebot an Oel lässt den Oelpreis sinken. So muss es richtig heißen!

Account gelöscht!

07.11.2012, 15:04 Uhr

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