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02.10.2011

10:08 Uhr

Rohstoffe

Experten warnen vor der Goldblase

Die rasant schwankenden Aktienmärkte und unsichere Staatsfinanzen treiben immer mehr Privatanleger in den Goldkauf. Doch Experten warnen vor einem Hype - und einer möglichen Blase.

Gold von Pro Aurum: Der Händler meldet Lieferengpäasse. dpa

Gold von Pro Aurum: Der Händler meldet Lieferengpäasse.

MünchenImmer mehr verunsicherte Privatanleger lassen die Finger vom krisengeschüttelten Aktienmarkt. Vom riskanten Goldkauf und massiven Werteinbrüchen des Edelmetalls lassen sie sich aber nicht abschrecken. Im Gegenteil: Da wird der Absturz des Goldpreises um fast 300 Dollar vergangene Woche als Chance genutzt, sich erneut massenhaft einzudecken - zu Spitzenpreisen um die 1600 Dollar pro Feinunze (31,1 Gramm). Vermeintliche Sicherheit um fast jeden Preis ist in Zeiten fragiler Währungen und Staaten gefragt wie nie zuvor.

Goldhändler wie Pro Aurum in München melden Lieferengpässe wie nach der Lehman-Bank-Pleite 2008. Goldbarren-Produzenten wie Heraeus müssen Extraschichten einlegen, und bei der Reisebank ging zeitweise der Krügerrand aus. Nach Ansicht von Carsten Fritsch von der Commerzbank wird der Goldpreis schon bald wieder davon ziehen. „Der Aufwärtstrend ist nach wie vor intakt, Gold wird wieder teurer“, sagt der Volkswirt. Alle wichtigen Daten sprächen dafür. Die Euro-Schuldenkrise könne so schnell nicht gelöst werden.

Die Wertentwicklung von Gold kann sich trotz des jüngsten Rückschlags sehen lassen. Der Preis hat sich in den vergangenen fünf Jahren mehr als verdreifacht. Im Frühjahr 2008 notierte Gold erstmals über der 1000-Dollar-Marke, vor gut drei Wochen erstmals über 1900 Dollar. Doch die Warnungen vor einer Spekulationsblase und ihrem jähen Ende werden immer lauter.

Dem Geschäftsführer der Deutschen Schutzgemeinschaft für Wertpapierbesitz (DSW), Marc Tüngler, ist die aktuelle Euphorie fast unheimlich. „Das ist die vielleicht größte Blase der Welt“, mahnt der Aktionärsschützer zur Vorsicht. Ein Gold-Investment könne derzeit risikoreicher sein als der Kauf solider Aktien. Der Goldpreis sei unberechenbar. „Wer einsteigt, macht sich von den aktuellen politischen Entscheidungen abhängig“, gibt Tüngler zu bedenken.

Kommentare (45)

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das_ich_nicht_lache

02.10.2011, 10:25 Uhr

Goldblase ? Von wegen ! 1980 als Gold sein ATH hatte waren 20% des Gesamtgeldvermögens in Gold investiert. Aktuell sind ca. 1-2% in Gold investiert. Wir sind also m.E. meilenweit von einer Blase entfernt. Nach dem Rücksetzter gab es ja auch mehr Kaüfer als Verkäufer von Gold.

puenktli

02.10.2011, 10:37 Uhr

Ja ja, die Goldblase wird bei jedem Rücksetzer beschworen. Hier auf diese Page wurde die ultimative Blase regelmässig schon seit einem Jahr geortet. Jedesmal falsch. Und so wird es auch nächste Woche wieder sein. Die Erfolgsquote dieser Prognosen ist mit 100%.

Account gelöscht!

02.10.2011, 10:44 Uhr

Doch die Warnungen vor einer Spekulationsblase und ihrem jähen Ende werden immer lauter. So so.
Die Börsenhändler warnen vor einer Goldblase, tsssssss.

Nur Intelligente kaufen Gold, kommentierte vor ein paar Wochen eine online-Zeitung. Tja, wer die Zusammenhänge kennt ...
2007 hat das Perpetuum-Mobile in den USA, Leben auf Pump, das die Weltwirtschaft 20 Jahre lang am Laufen hielt, aufgehört zu laufen.
Den Kollaps der westl. Ind.staaten hat man dann mit 32,5 Billionen $ neuer Schulden hinausgeschoben. Sämtliche Konjunkturstrohfeuerpakete sind wirkungslos verpufft, die meisten Ind.staaten stehen vor dem finanziellen und wirtschaftlichen Ruin. Dieses Jahr laufen die letzten Konjunkturstrohfeuerpakete aus, neue sind nicht in Sicht. Der US-Immobilienmarkt bricht immer weiter zusammen. Die Bankster haben ihre absolut wertlosen Wettgeschäfte, Derivate über 600 Billionen $ aus den Bilanzen ausgelagert, um sie vor dem sofortigem Kollaps zu bewahren.

Was sagt uns das?
Die Zentralbanken haben panische Angst davor, dass der Trend der Intelligenten auf den Pöbel übergreift und immer mehr Bürger ihre Konten plündern, die in weißer Voraussicht ihr Erspartes in Sicherheit bringen, bzw. ihr Vermögen in Edelmetalle umschichten wollen.

Wer jetzt Aktien kauft, dem ist nicht mehr zu helfen. Der schon längst überfällige Crash unseres Finanzsystems ist nicht mehr allzu weit entfernt, mit den entsprechenden Auswirkungen auf die von den Bankstern liquiditätsgetriebenen Aktienkurse.

Jetzt sein Vermögen günstig und sicher in Edelmetalle und Rohstoffe umschichten und erst nach dem großen Crash Aktien kaufen, von Firmen, die den Crash überlebt, bzw. umfirmiert haben.

So wird da ein Schuh daraus.

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