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04.06.2013

13:00 Uhr

Rohstoffe

Geschlossene Mine treibt den Kupferpreis

Die weltweit zweitgrößte Kupfermine bleibt länger geschlossen als gedacht. Anleger glauben an einen Engpass bei Kupfer und der Preis legt zu. Der Minenbetreiber untersucht derweil Ursachen eines Unfalls.

Der Kupferpreis profitiert von Engpassängsten. dpa

Der Kupferpreis profitiert von Engpassängsten.

FrankfurtEin unerwartet langer Ausfall der Förderung in der weltweit zweitgrößten Kupfermine hat am Dienstag dem Kupferpreis Auftrieb gegeben. Die Tonne verteuerte sich um 0,8 Prozent auf 7398 Dollar.

Die Minengesellschaft Freeport hat den Betrieb ihrer Grasberg Mine in Indonesien nach einem Unfall Mitte Mai eingestellt, um die Ursachen des Einbruchs eines Stollen zu klären. Ein Regierungsvertreter erklärte, die Mine könnte erst wieder in Betrieb genommen werden, wenn die Untersuchungen in etwa drei Monaten abgeschlossen seien.

Bislang sei unklar, wie lange der Minenbetreiber seinen vertraglichen Lieferverpflichtungen nachkommen kann, schrieben die Analysten der Commerzbank. „Im Zusammenhang mit derzeitigen anderen Produktionsproblemen könnte sich dadurch das Angebot am Weltmarkt merklich anspannen“, stellten die Analysten weiter fest.

Sechs Fakten über die Rohstoffmärkte

Viel Verbrauch...

Die Weltbevölkerung wächst und wächst. Prognosen gehen davon aus, dass bis zum Jahr 2100 mehr als zehn Milliarden Menschen auf der Erde leben werden.

...und wenig Angebot

Rohstoffe wie Öl und Gold sind nicht endlos, dementsprechend teuer werden sie, wenn das Angebot sich verknappt.

13 Prozent

beträgt aktuell Chinas Anteil an der Weltwirtschaft. Die rohstoffhungrige Volksrepublik ist auf dem besten Wege die größte Handelsnation der Welt zu werden.

40 Prozent

der weltweiten Kupfer-, Zink- und Aluminiumproduktion verbrauchen die Chinesen.

30 Prozent mehr

als vor drei Jahren kosten nach Angaben des Food Price Index der Uno unsere Nahrungsmittel weltweit im Durchschnitt.

465 Prozent Gesamtrendite

konnten Anleger mit Aktien auf Goldminen seit 2002 einfahren.

Die Preise für die übrigen Industriemetalle tendierten uneinheitlich. Während Nickel und Aluminium ihren Aufwärtstrend vom Vortag fortsetzten und sich je um 0,4 Prozent verteuerten, gaben die Preise für Blei, Zinn und Zink ja bis zu ein halbes Prozent nach. Die Ölpreise gaben ebenfalls wieder etwas nach, nachdem sie am Vortag von Spekulationen auf mögliche Versorgungsengpässe im Zusammenhang mit dem Streit um das Atomprogramm des Iran zugelegt hatten. Ein Fass (159 Liter) Nordseeöl der Sorte Brent verbilligte sich um 0,3 Prozent auf 101,77 Dollar. US-Leichtöl der Sorte WTI kostete mit 92,96 Dollar 0,5 Prozent weniger als am Vorabend.

Von

rtr

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