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08.07.2013

15:01 Uhr

Rohstoffe

Gold-Bullen auf dem Vormarsch

Die jüngste Regierungskrise in Portugal schürt die Angst, dass sich die europäische Schuldenkrise wieder zuspitzen könnte. Davon könnte der Goldpreis profitieren. Analysten sind so optimistisch wie lange nicht.

Steht der Goldpreis vor der Erholung? dpa

Steht der Goldpreis vor der Erholung?

New YorkGold hat seinen Ruf als „sicherer Hafen“ und als „Krisenwährung“ scheinbar nicht verloren. Gold-Händler sind derzeit so positiv zu dem Edelmetall eingestellt wie seit etwa einem Monat nicht mehr. Die jüngste Regierungskrise in Portugal hat wieder Befürchtungen aufkommen lassen, dass sich die europäische Staatsschuldenkrise verschärfen könnte. Außerdem lässt der  massive Preiseinbruch die Nachfrage nach Schmuck anstiegen.

Vierzehn vom Börseninformationsdienst Bloomberg befragte Analysten erwarten, dass der Preis in dieser Woche ansteigen wird. Zehn sind negativ und drei sind neutral eingestellt. Der Anteil derer, die an einen Preisanstieg glauben, ist so hoch wie zuletzt Anfang Juni.

Der Goldpreis war im zweiten Quartal um 23 Prozent eingebrochen. Viele Investoren hatten sich von dem gelben Edelmetall verabschiedet, nachdem die amerikanische Notenbank Federal Reserve eine Straffung ihrer lockeren Geldpolitik in Aussicht gestellt hatte.

Was Sie über Gold wissen sollten

Was ist Gold?

Gold ist ein seltenes Metall mit einem Schmelzpunkt von 1064 Grad Celsius. Der Siedepunkt liegt bei 2856 Grad. Die chemische Abkürzung für Gold ist „Au“ und stammt vom lateinischen Wort „Aurum“ ab. Es hat mehrere Eigenschaften, die es für die Menschheit über die Jahre nützlich gemacht hat. Gold leitet extrem gut. Außerdem reagiert es nicht mit Wasser oder Sauerstoff.

Wie viel Gold wurde in der Geschichte gefördert?

Nach Schätzungen wurden in der gesamten Menschheitsgeschichte bis heute um die 166.600 Tonnen Gold aus Minen geholt. Ein Großteil davon – etwa zwei Drittel – seit 1950.

Wie viel Gold gibt es noch auf der Erde?

Die letzten Zahlen der US Geological Society gingen im Januar 2011 von weltweit 51.000 Tonnen aus.

Wie viel Gold wird pro Jahr abgebaut?

In den vergangenen Jahren waren es etwa 2.500 Tonnen pro Jahr.

Wo wird weltweit am meisten Gold abgebaut?

Überall auf der Welt wird Gold gewonnen. Aber beinahe ein Drittel des Goldes wird in nur drei Ländern abgebaut. An der Spitze liegt China mit 13,1 Prozent, darauf folgen die USA und Australien mit jeweils 9,1 Prozent.

Was passiert mit dem Gold?

29 Prozent des abgebauten Goldes kommt im Investmentbereich zum Einsatz, also in Form von Münzen und Barren. Aus 59 Prozent wird Schmuck gemacht. 12 Prozent wird von der Industrie verarbeitet.

Wo sind die größten Absatzmärkte für Gold?

Mit 1059 Tonnen ist Indien der mit Abstand größte Absatzmarkt für physisches Gold (Münzen, Barren, Schmuck). Dahinter liegt China mit 770 Tonnen. Im Vergleich dazu abgeschlagen sind die USA mit 213 Tonnen und Deutschland mit 154 Tonnen.

Quelle: World Gold Council

Wer sind die größten Goldbesitzer?

Größte Goldbesitzer sind die Notenbanken. Die Vereinigten Staaten sitzen auf rund 8.100 Tonnen, gefolgt von Deutschland mit 3.400 Tonnen und dem Internationalen Währungsfonds mit 2.800 Tonnen. Die Notenbanken waren über Jahre Netto-Verkäufer. Seit dem vergangenen Jahr sind sie jedoch wieder Netto-Käufer. Das Interesse kommt vor allem aus den Schwellenländern.

Fed-Chef Ben Bernanke hatte im Juni gesagt, die US-Zentralbank werde unter Umständen noch in diesem Jahr damit beginnen, das Volumen ihrer Anleihekäufe zu reduzieren. Ein Programm-Abschluss könne bis Mitte 2014 erfolgen. Voraussetzung sei jedoch, dass sich die weltgrößte Volkswirtschaft in dem von der Fed erwarteten Ausmaß erhole.

Das Abrutschen von Gold in einen Bärenmarkt sorgte aber gleichzeitig dafür, dass die Nachfrage nach Schmuck und Münzen in der ganzen Welt anstieg. Die Importe in die Türkei, dem viertgrößter Gold-Abnehmer, sind zuletzt auf den höchsten Wert in viereinhalb Jahren angestiegen.



Kommentare (20)

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sins

08.07.2013, 15:11 Uhr

HANDELSBLATT: WAS IST LOS???

Meldungen zu Gold:
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Ja was denn nun? Meinen Sie nicht, dass Sie die Leser nur verwirren? Das soll Qualitätsjournalismus sein? Lesen Sie eigentlich überhaupt auch mal die Kommentare zu Ihren Artikeln?

Und zu guter Letzt: Wo bleibt IHRE Meinung zu Gold???

Account gelöscht!

08.07.2013, 15:11 Uhr

Wegen Portugal? LOL Schöne Schönrederei anhand eines Problemfalls....fast schon schizophren möchte man das nennen.

Es sind reihenweise Länder am kippen die sich aber durch machbare MArkteingriffe noch immer als stabil verkaufen können. Von Portugal ist hier die Rede? Liebes HB, die Wahrheit ist, dass Frankreich kippt, Italien längst am kippen ist, Belgien ein Problemfall ist, Spanien nicht mehr auf die Beine kommt...Griechenland, Zypern, muss man dazu überhaupt noch etwas sagen?

Die Eurokrise ist nicht etwa zurück....sie entfaltet sich aber jetzt ganz langsam was Jahre über Jahre geleugnet wurde und die Völker Europas schamlos belogen und betrogen wurden.

Account gelöscht!

08.07.2013, 15:28 Uhr

Gut beobachtet, der Wechsel findet auch recht zuverlässig statt. Der Grund mag sein, dass eine Zeitung einfach nur gelesen werden will, der Inhalt ist sekundär, so ist das eben

Zum Thema: Ich hab ca. 50% meines Vermögens in Edelmetallen an einem sicheren Ort, ok mit einem Teil des Restes zocke ich auch ein bisschen rum aber in meinen Augen gilt die Weisheit:

Solange Zentralbanken meinen, aus irgendwelchen Gründen Gold bunkern zu müssen, ist es es eine gute Idee, es auch zu tun :)

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