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24.03.2011

16:31 Uhr

Rohstoffe

Gold ist so teuer wie niemals zuvor

In Krisenzeiten wächst die Sehnsucht der Anleger nach einem sicheren Hafen. Der Goldpreis steigt auf einen neuen Rekordstand, vor allem die europäische Schuldenkrise sorgt für Käufe. Aber auch Silber ist gefragt.

Gold in seiner krisensichersten Form: Als Münzen und Barren. Quelle: dpa

Gold in seiner krisensichersten Form: Als Münzen und Barren.

DüsseldorfDer Goldrausch ist noch lange nicht vorbei. Der Preis für das begehrte Edelmetall ist  Goldpreis ist auf einen neuen Rekordstand geklettert. Für eine Feinunze des Edelmetalls wurden in der Spitze bis zu 1447,40 Dollar gezahlt, heute legte der Preis um 0,8 Prozent zu. Niemals zuvor war Gold so teuer. Im März markierte das Metall den letzten Höchststand bei 1444,40 Dollar.

Händler führten den Preisanstieg bei den Edelmetallen auf die Flucht von Anlegern in sichere Häfen zurück, was eine Reaktion auf zahlreiche geopolitische Brennpunkte sei. Gold profitierte zudem wie andere Edelmetalle von seinem Status als sicherer Anlagehafen. „Neben dem Krieg in Libyen, den Unruhen im arabischen Raum und den Katastrophen in Japan ist nun auch die Schuldenkrise in den Euro-Peripherieländern wieder mit aller Macht in den Mittelpunkt des Interesses der Marktteilnehmer gerückt“, heißt es in einem Marktkommentar der Commerzbank.

Für Unruhe sorgte unter Anlegern vor Beginn eines EU-Gipfels insbesondere der Rücktritt des portugiesischen Ministerpräsidenten Jose Socrates. Unterstützung erhielt Gold auch vom schwächelnden Dollar. Der Euro kletterte am Donnerstag auf bis zu 1,4211 Dollar.Für
Anleger aus der Euro-Zone blieb der Goldpreis deshalb nahezu unverändert.

Auch bei Silber greifen die Anleger zu

Auch der Silberpreis weitete seine Gewinne aus und stieg auf bis zu 38,13 Dollar je Feinunze und damit den höchsten Stand seit Januar 1980. Anleger haben am Donnerstag auf eine wachsende Silbernachfrage der Solarbranche gesetzt und damit den Preis für das Metall auf den höchsten Stand seit 31 Jahren getrieben. Die Feinunze des Metalls verteuerte sich um bis zu 1,4 Prozent auf 37,89 Dollar. Das Beratungsunternehmen GFMS rechnet nach der Atomkatastrophe in Japan mit einer weiter steigenden Silber-Nachfrage für Solarzellen. Japan stemmte sich im Atomkraftwerk Fukushima weiter gegen einen Super-Gau. In vielen Ländern wird über die Zukunft der Atomkraft und den Umstieg auf regenerative Stromquellen wie Sonnenenergie diskutiert.

Der zuletzt wegen des Krieges in Libyen und der andauernden Unruhen im arabischen Raum angestiegene Ölpreis bekam einen Dämpfer von schwachen US-Konjunkturdaten. Die US-Industrie hatte im Februar 0,9 Prozent weniger Aufträge für langlebige Güter bekommen, während von Reuters befragte Analysten im Schnitt mit einem Plus von 1,1 Prozent gerechnet hatten. Die USA sind der weltweit größte Ölverbraucher. US-Öl der Sorte WTI kostete nahezu unverändert 105,88 Dollar, Nordsee-Öl der Sorte Brent wurde 0,5 Prozent billiger mit 114,94 Dollar gehandelt. Auch der Kupferpreis geriet etwas unter Druck. Die Tonne Kupfer verbilligte sich um 0,7 Prozent auf 9656,50 Dollar.

Der Preis für eine Tonne Blei erreichte mit 2747 Dollar sogar ein Drei-Jahreshoch. Händler begründeten dies unter anderem mit dem Start eines neuen Terminkontraktes in Shanghai auf das unter anderem in Autobatterien eingesetzte Metall.

 

Von

rtr

Kommentare (1)

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Falschgeld

24.03.2011, 19:02 Uhr

Gold ist -trotz Manipulation- so "teuer", weil das Papiergeld immer mehr wird......
Unsere Währung ist Schrott, Falschgeld, Fiat-Money - kreiert aus der Luft.
Schuldgeld ohne jeglichen Wert / Absicherung im Hintergrund.
Leider kapieren das die Menschen nicht, sie schlafen fest weiter....
Das Gejammer wird groß, wenn demnächst mal wieder dieses Lügengebilde kollabiert....

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