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09.05.2012

14:11 Uhr

Rohstoffe

Goldpreis fällt auf Vier-Monats-Tief

Der Goldpreis fällt. Seit Anfang der Woche ging es um 3,5 Prozent runter. Als Gründe nennen Experten die Unsicherheit wegen der Lage in Griechenland und den höheren Dollar-Kurs. Taugt das Edelmetall als Krisenwährung?

Mehrere 1000 Gramm schweren Goldbarren. dpa

Mehrere 1000 Gramm schweren Goldbarren.

London An den Finanzmärkten steht der Goldpreis massiv unter Druck. Am Mittwoch sank der Preis für eine Feinunze (rund 31 Gramm) auf bis zu 1584,10 Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit Anfang Januar. Bereits am späten Dienstagabend war der Preis erstmals seit vier Monaten unter die Marke von 1600 Dollar gerutscht. Damit hat er allein seit Wochenbeginn rund 60 Dollar oder 3,5 Prozent an Wert verloren.

Experten nennen mehrere Gründe für den Sinkflug am Goldmarkt, insbesondere die hohe Unsicherheit wegen der fragilen politischen Lage beim größten Euro-Sorgenkind Griechenland. Darüber hinaus geraten die Banken der viertgrößten Euro-Wirtschaft Spanien zusehends unter Druck. Es scheint immer unausweichlicher, dass der spanische Staat dem Bankensektor, der stark unter der 2008 geplatzten Immobilienblase leidet, unter die Arme greifen muss.

Dennoch ist die aktuelle Entwicklung erstaunlich, da Gold normalerweise als krisensichere Anlage gilt. Dass der Wind in den letzten Monaten gedreht hat, begründen Experten mit mehreren Faktoren. „Viele Anleger benötigen liquide Mittel, da sie Verluste in anderen Anlageklassen wie Aktien ausgleichen müssen“, sagt Commerzbank-Experte Carsten Fritsch. Angesichts des immer noch attraktiven Kursniveaus verkaufen also immer mehr Anleger einen Teil ihrer Goldbestände.

Ein weiterer Grund für den Goldpreisrutsch ist der festere US-Dollar - auch eine Folge der wieder hochgekochten Schuldenkrise. Da Gold traditionell in der US-Währung gehandelt wird, belastet ein starker Dollar die Nachfrage nach dem Edelmetall. „Darüber hinaus haben die Ölpreise in den letzten Tagen deutlich nachgegeben“, so Commerzbank-Experte Fritsch.

Grundsätzlich gilt Gold als besonders sicher, weshalb Anleger gerade aus Furcht vor fallenden Börsenkursen und Angst vor steigender Inflation hier zugreifen. Allerdings raten Verbraucherschützer regelmäßig zur Vorsicht: Denn die künftige Entwicklung des Goldpreises ist reine Spekulation. Zwar spricht aus ihrer Sicht nichts dagegen, in Gold zu investieren.

Allerdings gibt es einige Unwägbarkeiten zu beachten: Da Gold in Dollar gehandelt wird, besteht ein Währungsrisiko. Und anders als zum Beispiel Tagesgeld oder Bundesschatzbriefe bringt Gold keine Zinsen. Wer Goldbestände aus Sicherheitsgründen nicht daheim lagern will, muss zudem Kosten für ein Schließfach einkalkulieren.

Von

dpa

Kommentare (7)

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Schlaumeier

09.05.2012, 12:57 Uhr

Effektives Gold (Barren) hat wohl niemand ge- oder verkauft. Wenn 5% des Vermögens in Gold angelegt sind, kann man wohl kaum Verluste in anderen Klassen damit ausgleichen.Die Zocker an den Termimmärkten (incl. US-Notenbank FED)bestimmen den Markt. Verzichten sollte man auf die grundsätzlichen, dummen Expertenmeinungen. Was sind das überhaupt für komische, dumme Leute?

erland

09.05.2012, 13:12 Uhr

Ist doch gar nicht so schlecht, dass der Goldpreis niedriger geworden ist. Die beste Gelegenheit sein Budget aufzustocken. Das der große Crash kommt ist so sicher wie das AMEN in der Kirche.

Wahrheit

09.05.2012, 14:09 Uhr

Der Euro gerät unter Druck - und der Goldpreis sinkt. Eigentlich unlogisch, oder?

NEIN, das ist der (vor-)letzte Kampf der Notenbanken. Sie verkaufen massiv Gold (gegen die Massive Goldnachfrage des Marktes), damit der Eindruck vermieden wird, die Welt flüchtet aus den Geldwerten - hinein in Sachwerte (v.a. Gold). Die Notenbanken kämpfen um ihre Existenz. Wenn Geld nichts mehr Wert ist, weil ihm keiner mehr vertraut, dann gibt es auch keine Notenbanken mehr. Die Lizenz zum Gelddrucken (im wahrsten Sinn des Wortes) erlischt.

Wenn dieser Kampf verloren geht, und danach sieht es derzeit aus, dann bleibt den Kämpfern (v.a. den jüdisch dominierten Notenbanken, wie der FED, aber auch den jüdisch dominierten Großbanken und Investmenthäusern) nur die letzte Chance, um den eigenen Untergang abzuwenden - oder zumindest hinauszuzögern: Krieg - und zwar realer Krieg. Das erklärt auch die unnachgiebigen (und gleichsam völkerrechtswidrigen und geisteskranken) Kriegsankündigungen gegen den Iran. Man muß nur mal genau hinschauen.

Ich gehe davon aus, daß dieser Kommantar schnell wieder vom Handelsblatt zensiert wird, weil er - obwohl der Wahrheit entsprechend - das Wort "Jude" ins negative Licht rückt. Hoffentlich haben bis dahin wenigstens ein paar Leser die Möglichkeit, ihn zu lesen und sich ihre eigene Meinung zu bilden - oder sich entsprechend in anderen Quellen zu informieren und den Inhalt zu verifizieren..

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