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15.09.2014

08:03 Uhr

Rohstoffe

Goldpreis fällt in den Keller

Der Goldpreis gerät stark unter Druck, zeitweise fiel das Edelmetall auf ein Acht-Monats-Tief. Das liegt vor allem an Spekulationen über deine baldige US-Zinserhöhung.

Goldpreis stürzt ab

Folgt jetzt der Gold-Ausverkauf?

Goldpreis stürzt ab: Folgt jetzt der Gold-Ausverkauf?

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FrankfurtSpekulationen auf eine baldige US-Zinserhöhung haben dem Gold -Preis am Montag zugesetzt. Der Preis für das Edelmetall ging zeitweise um 0,2 Prozent zurück und lag mit 1226,10 Dollar je Feinunze auf dem niedrigsten Stand seit Anfang Januar. Anschließend erholte er sich auf 1233 Dollar. Der Markt rechne bislang damit, dass die US-Notenbank im Juni 2015 die Zinswende einleiten wird, sagte Rohstoff-Experte Samuel Laughlin vom Handelshaus MKS. „Jeder Hinweis auf eine frühere Anhebung wird die Metallpreise weiter drücken.“ Steigende Zinsen verringern die Wahrscheinlichkeit einer anziehenden US-Inflation und schmälern damit die Attraktivität des Goldes als Absicherung dagegen. Außerdem sorgt eine straffere US-Geldpolitik für eine Aufwertung des Dollar, die das Edelmetall für Investoren außerhalb der USA verteuert.

In Rohstoffe investieren: Grundlagen

Natürliche Ressourcen

Rohstoffe sind natürliche Ressourcen. Sie kommen in der Natur vor und wachsen teilweise nach. Beispiele sind Öl, Kohle, Stahl, Gold, Getreide oder Fleisch. Darüber hinaus gibt es neuerdings auch Rohstoffe, die künstlich hergestellt werden. Ein Beispiel ist Plastik.

Marktdaten verfolgen

Reales Angebot und Nachfrage sind die Basis der Rohstoffpreise. Infos zu Lagerbeständen und Bedarf von Industriemetallen kann man direkt beim Londoner Metal Exchange (www.lme.com) verfolgen. Hilfreich für Agrarrohstoffe ist der Wasde-Bericht (World Agricultural Supply and Demand Estimates; www.usda.gov).

Wetterbericht im Auge behalten

Sinkt die Temperatur in Florida – einem der wichtigsten Orangenanbauer der Welt – unter zwei Grad minus, steigt der Preis für Orangensaft. Frost, Dürre, Überschwemmungen – was die Ernte beeinträchtigt, lässt Agrarrohstoffe haussieren. Rohstoffbörsen wie die CME (www.cme.com) bieten detaillierte Wetterprognosen sowie eine Übersicht zu Rohstoffpreisen.

Psychologie zählt

Ölpreis und Metalle ziehen mit der Konjunktur. Bei Problemen in großen Förderländern steigen die Preise in der Regel auch bei flauer Wirtschaft. Bei Gold sind Angstkäufe der wichtigste Preistreiber.

Exoten meiden

Rohstoffmärkte gelten als enge Märkte. Das heißt: Bei Erzeugnissen mit geringem Umsatzvolumen drohen heftige Kursausschläge. Emittenten wälzen das über Kauf-Verkaufs-Spannen auf Anleger ab. Wer sicher anlegen möchte, sollte deshalb lieber auf führende Rohstoffe setzen: Kupfer statt Zink, Baumwolle statt Bauholz.

Kurve beachten

Sind langlaufende Kontrakte teurer als kurze, steigt die Terminkurve (Contango), Zertifikate verlieren an Wert. Sinkt die Terminkurve (Backwardation), gibt es einen Extragewinn.

Banken checken

Rohstoffzertifikate sind Schuldverschreibungen. Geht die ausgebende Bank pleite, ist das Geld futsch. Vor dem Kauf Emittenten checken, etwa deren Kreditausfallprämien. In Deutschland geht das etwa über den Derivateverband (www.derivateverband.de).

Einsatz begrenzen

Einzelne Rohstoffe können sehr volatil sein. Rohstoffe sollten nicht mehr als zehn Prozent eines Depots ausmachen. Neben einzelnen Futures lässt sich auch in passive Portfolios investieren, etwa den S&P GSCI (die Abkürzung steht für Standard & Poors Goldman Sachs Commodity Index) oder den RICI (Rogers International Commodity Index).

Von

rtr

Kommentare (1)

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Herr Pom Muc

15.09.2014, 13:26 Uhr

Der letzte Satz ist entscheidend. In Dollar mag der Preis fallen. In Euro ist er relativ konstant in einer Bandbreite zwischen 30.000-32.000€ pro kg.

Ob das Fed tatsächlich so schnell die Zinsen anheben kann ist angesichts der Verschuldungslage eher unwahrscheinlich. Unstrittig ist aber dass Gold bei höheren Zinsen nicht leiden wird. Denn höhere Zinsen führen bei bereits hohem Schuldenstand zu einer größeren Ausfallwahrscheinlichkeit des realen Rückzahlungswertes mit Zinsen.

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