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20.06.2014

14:29 Uhr

Rohstoffe

Goldpreis nach Sprung über 1300 Dollar auf dem Rückzug

Der Goldpreis profitierte zuletzt von den Krisen im Irak und der Ukraine, doch am Freitag ist der Kurs gesunken. Strategen erwarten demnächst keine Gewinne, denn bei einer Marke von 1300 Dollar halten sich Käufer zurück.

Der Preis für Gold ist am Freitag um ein Prozent auf bis zu 1306 Dollar je Feinunze gefallen. dpa

Der Preis für Gold ist am Freitag um ein Prozent auf bis zu 1306 Dollar je Feinunze gefallen.

FrankfurtGoldanleger haben am Freitag Kasse gemacht. Der Kurs für das Edelmetall fiel um ein Prozent auf bis zu 1306 Dollar je Feinunze. Auf Wochensicht lag das Plus damit dennoch bei rund drei Prozent. Am Vortag hatte das Festhalten der US-Notenbank an dem ultraniedrigen Zinsniveau die Investoren in Gold getrieben. Sie nutzen das Metall in ihren Portfolios gerne als Inflationsschutz. Zudem profitierte der Goldpreis zuletzt auch von den andauernden Kämpfen im Irak und der weiter schwelenden Ukraine-Krise. Die Feinunze hatte sich am Donnerstag um bis zu 3,3 Prozent auf 1321,70 Dollar verteuert und damit so hoch wie zuletzt Mitte April notiert. Strategen rechnen nach diesem Sprung vorerst nicht mit weiteren Gewinnen. Vor allem kurzfristig orientierte Investoren hätten den Kurs getrieben, erläuterte Edel Tully von der UBS. Strategisch orientierte Käufer hielten sich hingegen zurück. Zudem sei die physische Nachfrage eher schwach. „Bei einem Kurs von 1270 Dollar gab noch etwas mehr Käufer, aber nach dem Durchbruch der Marke von 1300 Dollar stehen die Zeichen auf Rückzug“, sagte ein in Hongkong ansässiger Händler.

Die wichtigsten Fakten zu Gold

Goldnachfrage

Die gesamte Goldnachfrage im Jahr 2013 betrug 3.756 Tonnen. Damit ist die Nachfrage um 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gefallen.

Quelle: World Gold Council, Stand: 18.02.2014

Goldpreis

Der durchschnittliche Goldpreis lag 2013 bei 1.411 US-Dollar je Feinunze und damit 15 Prozent unter dem des Vorjahres.

Schmucknachfrage

Die weltweite Nachfrage nach Schmuck betrug im Jahr 2013 insgesamt 2.209 Tonnen und stieg damit um 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Goldbarren- und Münznachfrage

Die Nachfrage nach Goldbarren und -münzen stieg im Jahr 2013 auf einen Rekordwert von 1.654 Tonnen. Ein Plus von 28 Prozent im Vergleich zu 2012.

Industrienachfrage

Die Nachfrage des Technologiesektors belief sich auf 405 Tonnen und blieb damit, verglichen mit den 407 Tonnen im Jahr 2012, nahezu unverändert.

Gold-ETFs auf Talfahrt

Ein Nettoabfluss aus ETFs in Höhe von 881 Tonnen war zu verzeichnen, da die Investoren eine Neubewertung ihrer Portfolios fortsetzten.

Notenbanken

Die Nettoeinkäufe der Zentralbanken betrugen 369 Tonnen. Dies entspricht einem Rückgang von 32 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Goldangebot

Das Gesamtangebot für Gold betrug 4.340 Tonnen und lag damit 2 Prozent unter dem Niveau von 2012.

Von

rtr

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