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07.06.2011

14:03 Uhr

Rohstoffe

Goldpreis profitiert von schwachem Dollar

Rohstoffe profitieren von einem fallenden Dollarkurs. Bei den Industriemetallen halten sich die Anleger zurück, an den Ölmärkten will Saudi-Arabien durch eine Erhöhung der Produktion Gefahren für die Konjunktur dämpfen.

Der schwache Dollar treibt viele Anleger in den sicheren Hafen Gold. Quelle: dpa

Der schwache Dollar treibt viele Anleger in den sicheren Hafen Gold.

Frankfurt, WienDie Dollar-Schwäche hat am Dienstag wieder viele Anleger ins Gold getrieben. Das gelbe Metall verteuerte sich bis zum frühen Nachmittag um 0,4 Prozent auf 1549,40 Dollar und näherte sich damit seinem Anfang Mai erreichten Rekordpreis von 1575 Dollar an. "Die Preisbewegung heute Morgen von einem Tagestief von 1542 auf fast 1550 Dollar ist das Ergebnis der Dollar-Schwäche", erklärte Analyst Walter de Wet von der Standard Bank. "Wir denken, der Goldpreis wird über 1550 Dollar steigen und das Rekordhoch testen", fügte de Wet hinzu. Schließlich dürfte der Euro im Wochenverlauf noch weiter steigen, wenn EZB-Chef Jean-Claude Trichet am Donnerstag im Anschluss an die EZB-Zinssitzung wie erwartet für Juli eine weitere Zinserhöhung signalisiere. In Euro gerechnet gab der Goldpreis um 0,4 Prozent auf 1053,62 Euro nach.

Generell profitieren die in Dollar gehandelten Rohstoffe von einem fallenden Dollarkurs, da sie für Anleger, die nicht im Dollarraum sitzen, attraktiver werden.

Bei den Industriemetallen hielten sich die Anleger dagegen eher zurück. Nach Einschätzung von Analysten wollen viele abwarten, wie sich die Weltwirtschaft entwickelt. "Einige fürchten, dass sich die Konjunktur in China abschwächen und sich das auch auf die weltweite Kupfernachfrage auswirken könnte", erklärte ein Analyst. Kupfer, das vor allem in der Bauindustrie eingesetzt wird, kostete mit 9120 Dollar je Tonne etwa so viel wie am Vortag.

Auch an den Ölmärkten setzte sich keine Richtung durch. Ein Fass (159 Liter) US-Leichtöl der Sorte WTI  kostete mit 98,67 Dollar 0,3 Prozent weniger, Nordseeöl der Sorte Brent mit 114,58 Dollar aber 0,1 Prozent mehr als am Vortag. In Wien treffen sich am Mittwoch die Ölminister der Opec-Länder. Saudi-Arabien will mit einer deutlich höheren Ölproduktion die Gefahren für die weltweite Konjunkturerholung dämpfen.

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