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02.08.2013

15:49 Uhr

Rohstoffe

Goldpreis springt über 1300-Dollar-Marke

Das Edelmetall profitiert von den Arbeitsmarktzahlen in den USA. Weil die Jobdaten unter den Erwartungen firmierten, legte der Goldpreis deutlich zu. Analysten warnten aber davor, die Zahlen überzubewerten.

Goldbarren in unterschiedlicher Größe: Der Goldpreis für eine Feinunze hat den tiefsten Stand seit zwei Wochen erreicht. dpa

Goldbarren in unterschiedlicher Größe: Der Goldpreis für eine Feinunze hat den tiefsten Stand seit zwei Wochen erreicht.

Frankfurt/LondonDie Enttäuschung der Anleger über die Entwicklung am US-Arbeitsmarkt hat am Freitag Gold wieder heller glänzen lassen. Die Feinunze, die zuvor noch mit 1285,80 Dollar 1,7 Prozent weniger als am Vortag gekostet hatte, verteuerte sich in der Spitze auf 1317,90 Dollar – zum Vorabend ein Plus von 0,8 Prozent. Der Stellenzuwachs in den USA außerhalb der Landwirtschaft war im Juli mit 162.000 Jobs niedriger als erwartet ausgefallen. Experten hatten mit 184.000 neuen Stellen gerechnet. Damit dürfte eine unmittelbar bevorstehende Drosselung der Wertpapierkäufe durch die Fed unwahrscheinlicher werden. Daher kauften einige Anleger wieder Gold, das als Inflationsschutz bei einer Geldflut durch die Notenbanken gilt.

Allerdings warnten viele Analysten davor, die Arbeitsmarktstatistik überzubewerten. „Tragisch ist das nicht“, kommentierte ein Börsianer. Denn nach wir vor rechneten viele Anleger damit, dass die Fed noch in diesem Jahr das Volumen der Käufe herunterschrauben wird. Lediglich der Zeitpunkt sei umstritten. Der Goldpreis bröckelte im Verlauf wieder leicht ab, behauptete sich aber zunächst noch über der psychologisch und technisch wichtigen Marke von 1300 Dollar.

Am Ölmarkt verkauften die Anleger sowohl Brent- als auch WTI-Future. Denn mit der nur schleppenden Erholung der US-Wirtschaft könnte die Ölnachfrage weniger deutlich als zuletzt erwartet anziehen. Ein Fass (159 Liter) Nordseeöl der Sorte Brent kostete mit 108,84 Dollar und US-Leichtöl der Sorte WTI mit 107,30 Dollar je 0,6 Prozent weniger als am Vorabend. Kurz vor der Veröffentlichung der Zahlen waren die Future noch leicht ins Plus gedreht.

Der Kupferpreis reagierte nur moderat auf die Zahlen. Eine Tonne kostete mit 7042 Dollar 0,6 Prozent mehr als am Vortag und in etwa so viel wie kurz vor Veröffentlichung der US-Daten.

Sechs Fakten über die Rohstoffmärkte

Viel Verbrauch...

Die Weltbevölkerung wächst und wächst. Prognosen gehen davon aus, dass bis zum Jahr 2100 mehr als zehn Milliarden Menschen auf der Erde leben werden.

...und wenig Angebot

Rohstoffe wie Öl und Gold sind nicht endlos, dementsprechend teuer werden sie, wenn das Angebot sich verknappt.

13 Prozent

beträgt aktuell Chinas Anteil an der Weltwirtschaft. Die rohstoffhungrige Volksrepublik ist auf dem besten Wege die größte Handelsnation der Welt zu werden.

40 Prozent

der weltweiten Kupfer-, Zink- und Aluminiumproduktion verbrauchen die Chinesen.

30 Prozent mehr

als vor drei Jahren kosten nach Angaben des Food Price Index der Uno unsere Nahrungsmittel weltweit im Durchschnitt.

465 Prozent Gesamtrendite

konnten Anleger mit Aktien auf Goldminen seit 2002 einfahren.

Kommentare (8)

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Account gelöscht!

02.08.2013, 12:00 Uhr

unerwartet gute Konjunkturdaten---> Alles klar..

Ohne die NBs wären die Märkte NICHTS!

Bankster

02.08.2013, 12:47 Uhr

Wieder einmal Verdummungspropaganda.......

Account gelöscht!

02.08.2013, 12:53 Uhr

Zugegeben: mit dem DAX ließ sich dieses Jahr ordentlich Kasse machen. Fürs langfristige Investment (wohlgemerkt: nicht fürs Traden) würde ich aber in jedem Fall Gold und Silber vorziehen.

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