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12.04.2012

10:05 Uhr

Rohstoffe

Hoffnung auf EZB-Hilfe weckt Kauflaune

Andeutungen aus dem EZB-Direktorium haben die Furcht vor einer Eskalation der Euro-Krise gedämpft. Vor allem Kupfer hat davon profitiert. Am Ölmarkt tat sich nicht viel. Gold wurde von den Anlegern umschifft.

Blick auf Kupferrohre in Leipzig. dpa

Blick auf Kupferrohre in Leipzig.

FrankfurtDie Hoffnung auf rückläufige Renditen bei den Staatsanleihen Spaniens und Italiens hat die Kauflaune am Kupfermarkt geweckt. Das Industriemetall verteuerte sich am Donnerstagvormittag um mehr als ein Prozent auf 8125 Dollar je Tonne. Der sichere Hafen Gold wurde dagegen umschifft. Das Edelmetall notierte nahezu unverändert bei 1657 Dollar je Feinunze. Am Ölmarkt bewegten sich die Preise kaum.

Händlern zufolge dämpfte die Andeutung von EZB-Direktoriumsmitglied Benoit Coeure, dass die Europäische Zentralbank am Staatsanleihenmarkt wieder als Käufer aktiv werden könnte, die Furcht vor einer Eskalation der Euro-Krise. Spanien und Italien kämpfen derzeit wieder mit der wachsenden Skepsis der Investoren, so dass die Zinsen zuletzt wieder auf ein hohes Niveau stiegen.

Peter Tse, Direktor von ScotiaMocatta in HongKong, erklärte, die Coeure-Aussagen vom Mittwoch hätten die Märkte etwas beruhigt. Insgesamt bleibe die Aussicht für die Euro-Zone jedoch düster. Sollte die Unsicherheit bezüglich des Ausgangs der Schuldenkrise wieder zunehmen, dürfte davon laut Tse vor allem Gold profitieren.

Am Ölmarkt tat sich am Donnerstag nicht viel: Das Nordsee-Öl Brent und die US-Sorte WTI verteuerten sich minimal auf 120,33 Dollar und 102,93 Dollar je Fass. Die Furcht vor Versorgungsengpässen hielten laut Experten angesichts des Atomkonflikts mit dem Iran an. Der Iran, die fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats USA, Russland, China, Großbritannien und Frankreich sowie Deutschland wollen am Samstag in Istanbul die Atomgespräche fortsetzen. Der Iran wird verdächtigt, unter dem Vorwand der Energieerzeugung an Atomwaffen zu arbeiten. Das Land bestreitet die Vorwürfe und weigert sich bislang, Änderungen an seinem Nuklearprogramm vorzunehmen.

Von

rtr

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