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15.08.2011

12:33 Uhr

Rohstoffe im Blick

Anleger ziehen sich aus Gold zurück

Anleger setzen wieder auf risikoreichere Geldanlagen, was den Goldpreis purzeln lässt. Der Wert von Öl konnte wieder zulegen. Auch Weizen und Mais haben sich verteuert, nachdem es Spekulationen über Ernte-Einbußen gab.

Gold wird nicht mehr so hoch gehandelt wie noch in der Vorwoche. Quelle: dpa

Gold wird nicht mehr so hoch gehandelt wie noch in der Vorwoche.

FrankfurtDer wieder wachsende Appetit der Anleger auf risikoreichere Geldanlagen hat Gold am Montag weiter belastet. Der Preis für das Edelmetall fiel um 0,3 Prozent auf 1740,19 Dollar je Feinunze und lag damit rund 75 Dollar unter seinem Rekordhoch der Vorwoche. „Die Investoren sind vom „Kaufe-Gold-und-verkaufe-Aktien-Modus' in den 'Verkaufe-Gold-und-kaufe-Aktien-Modus' zurückgewechselt“, sagte ein Börsianer. Die internationalen Aktienbörsen setzten ihren Erholungskurs zum Wochenauftakt fort. Dax und EuroStoxx50 legten jeweils rund ein halbes Prozent zu. Reuters-Daten hatten schon am Freitag darauf hingedeutet, dass Anleger ihre Wetten auf weiter steigende Goldkurse zurückgeschraubt haben.

Nach den Kursverlusten der vergangenen Wochen hat der Ölpreis am Montag leicht zugelegt. Ein Barrel der US-Sorte WTI kostete mit 85,60 Dollar 0,3 Prozent mehr als am Freitag. Brent-Öl verteuerte sich um 0,5 Prozent auf 108,57 Dollar. „Auf diesem Niveau erscheint Öl günstig“, sagte Analyst Ben Westmore von der National Australia Bank. „Ein Großteil der schlechten Nachrichten ist eingepreist.“ Daher gehe der Markt davon aus, dass die Talsohle durchschritten sei.

Für Entspannung am Markt sorgten Börsianern zufolge auch die besser als befürchtet ausgefallenen japanischen Konjunkturdaten. Die in den kommenden Tagen anstehenden Zahlen zur wirtschaftlichen Entwicklung in Europa und den USA könnten zwar auf eine weitere Abkühlung hindeuten, sagte Analyst Ric Spooner vom Brokerhaus CMC Markets. Allerdings liege die Schwelle für Enttäuschungen nach dem Kursrutsch der vergangenen Wochen deutlich höher.

Spekulationen auf Ernte-Einbußen haben Weizen und Mais am Montag weiter verteuert. Bei ersterem sorgte zudem eine hohe Nachfrage für Kursgewinne. So verteuerte sich der in den USA gehandelte Weizen-Kontrakt um 1,6 Prozent auf 7,14 Dollar je Scheffel. „Fundamental betrachtet erhält der Markt Unterstützung von der großen saudi-arabischen Order am Wochenende“, sagte Rohstoff-Stratege Luke Mathews von der Commonwealth Bank of Australia. Sie komme zu den großen Bestellungen Algeriens hinzu. Saudi-Arabien will sich 660.000 Tonnen US-Weizen liefern lassen und Algerien benötigt 500.000 Tonnen.

Der Preis für US-Mais werde vor allem von der überraschend starken Kürzung der Ernte-Prognosen durch das US-Landwirtschaftsministerium USDA in die Höhe getrieben, fügte Mathews hinzu. Ein Scheffel dieses Lebens- und Futtermittels kostete mit 7,0875 Dollar ein Prozent mehr als am Freitag. Das USDA hatte wegen der Dürre in den Anbaugebieten von Texas und Oklahoma auch seine Ernte-Erwartungen für Weizen zurückgeschraubt. Analysten rechnen mit einer weiteren Reduzierung der Prognosen.

Von

rtr

Kommentare (4)

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G4G

15.08.2011, 14:10 Uhr

Jetzt schreibt Ihr Handelsblättler schon seit minimal 3 Jahren gegen Gold. Komisch, dass Gold seit mehr als 3 Jahren immer weiter steigt....
Bei Gold braucht man etwas Ruhe und sollte nicht mit Sextanerblasenjournalismus agieren.
Sie werden unglaubwürdig und rutschen aus und ab.
Der Aufwärtstrend für Gold ist ungebrochen, es gibt keine fundamentalen Änderungen, die eine Entspannung der Aktien und Anleihemärkte erkennbar machen.
Es sei denn man argumentiert wie Herr Obama "We are america an we are always Tripple A..."
Herr Juncker läutet ja nun schon deutlich die Finazierungskommunisglocke.. Ich hoffe Angie bleibt regungslos und taub.
Egal wie, Gold geht auf 2000 + X

AAA

15.08.2011, 15:01 Uhr

Nur Gold ist "Always AAA"!

Ich finde den Rückgang gut, da gibts Gelegenheit zum Nachkaufen.

Wobei die Frage ja nicht ist, "Gold oder Aktien" sondern "Realwerte (Aktien + Gold) oder Leere Versprechungen (Staatsanleihen und Papiergeld)"

Einanderer

15.08.2011, 16:18 Uhr

Dass Geld ein Tausch- und kein Speichermedium ist, sollte nun wirklich keine Neuigkeit mehr sein.

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